HYBRID Box – Modular Gallery for Digital Arts

14.04. – 15.05.2022: Sophie Hoyle – Hyperacusis

Sophie Hoyle lebt und arbeitet als Künstlerin und Autorin in London. In ihrer Arbeit reflektieren sie aus einer postkolonialen, queeren und feministischen Perspektive heraus Aspekte der Psychiatrie und hinterfragt kritisch Themen wie Behinderung. Ihre intersektionale Arbeit befasst sich dabei mit dem Verhältnis des Persönlichenzu politischen, individuellen und kollektiven Angstzuständen und damit, wie Allianzen gebildet werden können, wo sich verschiedene Arten von Ungleichheit und Marginalisierung überschneiden.
Hyperacusis 1 und 2 sind 2021 im Rahmen eines EMAP/EMARE-Aufenthalts in Bourges, Frankreich entstanden. Einer der beiden Teile wurde in London, Großbritannien, und der andere in Bourges, Frankreich, gedreht. Sie thematisieren den Umgang mit psychischen Erkrankungen im Rahmen von Gesundheitswesen und Therapiemethoden sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Frankreich. Die Filme beleuchten Erfahrungen von Entfremdung und sozialer Marginalisierung aufgrund von Rasse, Kultur und Geschlecht und fördern eine Auseinandersetzung mit transkulturellen psychologische Angeboten im Gesundheitswesen sowie darin enthaltene sprachliche und kulturelle Übersetzung. Hyperacusis 1 wurde im Ursulab gedreht, einem neuen Biohacking-Labor in Antre Peaux (Bourges, Frankreich), in dem westliche wissenschaftliche Denkweisen und Narrative über Migration, Rasse und die Kategorisierung sozialer Gruppen untersucht werden.
Hoyle setzt die eigene, persönliche Erfahrung als queerer, nicht-binärer Mensch und als Teil der SWANA-Diaspora (Südwestasien und Nordafrika) in Beziehung zu Formen struktureller Gewalt. Ausgehend von ihren Erfahrungen mit psychiatrischen Erkrankungen und Traumata (oder PTSD) begannen sie, die Geschichte biomedizinischer Technologien zu erforschen, die ihre Wurzeln in staatlicher und militärischer Überwachung und Kontrolle haben.
Hoyle erhielt ihren MFA in Bildender Kunst an der Goldsmiths University of London. Ihre Arbeit wurde im Rahmen der Transmediale „For Refusal“ (2021), dem Werkleitz Festival 2021, Psychic Refuge (Online-Projekt mit Forma und Unlimited, 2021) und in derScience Gallery London (2019) präsentiert.
 
Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
 
Die Ausstellung ist jeweils eine Stunde vor bis eine Stunde nach den Veranstaltungen in HELLERAU geöffnet.
 
HYBRID Box Next Show

20.05. – 19.06.2022: Jonas Lund

Das Videomaterial beinhaltet Bilder von blutigen Schnittwunden und Blutproben, die in einer Laborumgebung verwendet werden.

HYBRID Box präsentiert als neue modulare Galerie experimentelle und interdisziplinäre Kunst von lokalen und internationalen Künstler:innen und begleitet gleichzeitig den beginnenden Umbau des ursprünglichen Kasernen-Ostflügels auf dem Festspielgelände Hellerau.

Mit HYBRID wird eine neue internationale Plattform der Künste im digitalen Zeitalter und kritischen Phasen globaler Transformationsprozesse etabliert, gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

HYBRID Box ist ein Projekt in Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und PYLON. Das HYBRID Box Programm 2021 wird unterstützt von MUTEK, Goethe Institut, Canada Council for the Arts und der Regierung von Kanada.

Technische Leitung: Tobias Blasberg

Produktionsleitung: Michael Lotz

Powered by GRAFT Architects

 

Daniela Weiss and Jascha Ehrenreich (TheSystemCollective) go #tothemoon. On the basis of their digital artwork, which they will place in front of the Festspielhaus, they will give an introduction to the idea and the community around the Artificial Museum [ARM].

The cultural mission of the Artificial Museum is to create, communicate, research, archive and present (digital) art in public space. The ARM has a special focus on the digitisation of analogue art from all genres, from performance and painting to video and audio installations.

The ARM uses the space between analogue and digital worlds as a permanent and experimental playground – through a web-based AR app, the gps-anchored artworks are made accessible worldwide.

In this way, the ARM redefines the concept of “museum”: the “building” of the Artificial Museum is expanded through public participation, it is everywhere and borderless and open 24/7.

Visit the Artifical Musem.

The ARM is run by TheSystemCollective, an alliance of independent artists, makers, programmers, engineers, philosophers, activists and scientists, with the aim of collectively transforming our world through art and technology and creating a record of what could be and what might have been. So that the future can look back and see the circles that humanity has drawn in search of its meaning and purpose.