Bautagebuch Ostflügel

Visualisierungen Heinle, Wischer und Partner

Der Ostflügel am Festspielhaus wird wieder zum Leben erweckt

Am 16.11.2018 unterzeichneten Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert eine Städtebauliche Vereinbarung in HELLERAU. Damit stellte der Freistaat der Landeshauptstadt Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in Aussicht. Sie werden in die komplexe Sanierung und den Umbau des Ostflügels am Festspielhaus Hellerau sowie in die Gestaltung der Freiflächen des Areals, darunter den Innenhof, fließen. Als Zentrum für zeitgenössische Kunst mit klarem Fokus auf Tanz, Musik und Theater zählt HELLERAU zu den führenden Zentren für zeitgenössische Performing Arts in Deutschland. Für den Empfang von Künstler:innen aus aller Welt wird die denkmalgeschützte ehemalige Kaserne Ost auf dem Festspielgelände nun zu einem Herbergs- und Probenzentrum umgebaut. Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über den Stand des Umbaus. Verfolgen Sie die Entwicklung des Ostflügels auf dem Gelände von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. 
 

It´s all black – die große Studiobühne ist fertig! Dafür wurden im Dezember die Gipskartonoberflächen aller Wandverkleidungen gespachtelt, geschliffen und einheitlich schwarz gestrichen. Bevor sich der Raum aber so präsentiert wie in der Planung visualisiert (Bild rechts), muss zunächst die gesamte Bühnentechnik eingebracht und installiert werden. Die Montage der Bühnentechnik wird im Januar des neuen Jahres mit dem Einseilen der Laststangen und Probefahrten der Prospektzüge beginnen. Darüber hinaus wird die Feinmontage und Endlageneinstellung der Verdunklungselemente vorgenommen.


Fotos: heinlewischer

Die Ausbauarbeiten in der Studiobühne, die als „Black Box“ gestaltet wird, gehen nun gut sichtbar auf das Finale zu. Im November wurde die Akustikdecke aus schwarz eingefärbten Holzwolle-Leichtbauplatten fertiggestellt und die Arbeiten für die Wandverkleidungen an den längsseitigen Außenwänden – zur Aufnahme der technischen Medien für Licht, Ton, Verdunklung, Heizung und Lüftung und zur Verbesserung der Akustik – wurden fortgesetzt.

In der Wandverkleidung sind an jedem Fenster Verdunklungsrollos integriert, um das „total black“ zu erreichen, das grundlegend für die Theateraufführungen ist. Zwischen den Fenstern besteht die Oberfläche der Wandverkleidung aus gelochten und im Farbbad vorgefärbten Akustikplatten aus Gipskarton, in den Fensterbereichen kommen ungelochte Holzplatten zum Einsatz. Für eine ideale Raumakustik wurde ein Teil der gelochten Paneele zur Schallabsorbtion mit Flies und Mineralwolle hinterlegt, ein anderer Teil mit Blechpaneelen zur Schallreflexion.


Fotos: heinlewischer

Neben dem Foyer und den beiden großen Sälen prägen auch die drei im originalen Zustand erhaltenen Treppenhäuser die Atmosphäre des Ostflügels. Besonders repräsentativ ist das Treppenhaus am Foyer, das die Eingangsebene mit den beiden Brückenebenen verbindet. Die originalen Stufen aus Betonwerkstein und Holzgeländer bleiben erhalten und werden restauratorisch aufgearbeitet.

Im Oktober wurden die Stufen gereinigt, ergänzt und mit neuen Trittkanten aus Kautschuk versehen. An den Geländern fanden die abschließenden Untersuchungen zur originalen Farbigkeit statt, anschließend wurden sie gereinigt, die Handläufe nachgearbeitet und der Farbton für den Anstrich bemustert, der im November erfolgt. Im Oktober wurde ebenfalls der Gussasphalt auf den beiden Brücken im Foyer eingebracht und geschliffen.

 

Fotos: heinlewischer

Die Studiobühne ist der größte Raum des Ostflügels – hier werden vor allem Aufführungen stattfinden. Dem großen Saal des Festspielhauses gleich wird auch die Studiobühne als frei bespielbares Raumgefüge ohne feste Einbauten ausgebildet. Dafür erhielt der Boden auf der gesamten Fläche Kabelkanäle und die Decke wird so hergerichtet, dass sie die Bühnentechnik flexibel aufnehmen kann. In über 200 Kernbohrungen wurden gelochte, außenseitig gedämmte Rohrhülsen eingebracht, durch die die Tragseile zum Rollenboden im Dach verlaufen werden.

Zur Aufnahme der technischen Medien für Licht, Ton, Verdunklung, Heizung und Lüftung und zur Verbesserung der Akustik erhalten die längsseitigen Außenwände eine Wandverkleidung. An einer der beiden Stirnseiten des Raumes befindet sich eine Technikgalerie, an der Stirnseite gegenüber liegen die Regieräume für Licht und Ton. Im Gegensatz zum weißen, hellen Probestudio wird die Studiobühne als „Black Box“ gestaltet – für die nach innen gerichtete Konzentration und die Spannung beim großen Auftritt.

  

Fotos: heinlewischer

Im Probestudio werden zukünftig vor allem Tanzproben stattfinden. Dafür wird es als purer, weißer Raum mit minimalistischer Ausstattung hergerichtet. Die 16 historischen Fenster lassen viel Licht und Luft herein und geben den Blick auf das Festspielhaus frei. Durch die im August fertiggestellte Decke ist das Studio nun zur geplanten „White Box“ geworden. Die Studiodecke besteht aus Holzwolle-Leichtbauplatten (gerne auch „Sauerkrautplatten“ genannt), die sich aufgrund ihrer elastischen Fasern gut zur Schalldämmung eignen. In der Decke wurden Lasthaken installiert, an denen die Traversen für die Veranstaltungstechnik (Licht oder Ton) abgehängt werden können, sowie an den beiden Fensterseiten des Raumes durchgehende Führungsschienen für Vorhänge.

 

Fotos: heinlewischer

Der Ausbau des Foyers geht nun deutlich sichtbar auf das Finale zu. Zur Verstärkung der architektonischen Idee, die denkmalgeschützte Dachkonstruktion des Ostflügels als Blickfang zu inszenieren, wurde durch die Lichtplanerin Ulrike Brandi ein Beleuchtungskonzept erarbeitet, das die Kroher-Binder und den gesamten Foyerraum umfasst. Dazu fand im Juli eine Beleuchtungsprobe statt. Außerdem wurde im Juli an den Wänden und an den Unterseiten der beiden Foyerbrücken ein Akustikputz aufgetragen. Nach Abschluss der technischen Installationen und der Fertigstellung der Wand- und Deckenoberflächen konnte das Raumgerüst abgebaut werden.

 

Ein Bild, das Stahl, Im Haus, Gebäude, Balken enthält.

Automatisch generierte Beschreibung  Ein Bild, das Gebäude, Im Haus, Balken, Wand enthält.

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Fotos: heinlewischer

 

Blickt man heute vom Heinrich-Tessenow-Weg auf den Ostflügel des Festspielhauses, ist kaum noch vorstellbar, wie er noch vor einigen Monaten aussah. Seit Juni ist die Trennung zwischen der Gartenstadt Hellerau und dem Festspielgelände endgültig Geschichte – durch die Fertigstellung der Ostfassade (im Juni wurden die Laibungen der Fenster und Türen des Foyers verputzt und gestrichen) ist die ursprüngliche Verbindung nun wiederhergestellt. Nach Abschluss des Umbaus werden die Besucher durch das Foyer hindurch bis auf den Festspielplatz gehen können. In den kommenden Wochen werden die Oberflächen der Wände und Decken der beiden großen Säle fertiggestellt. In den Künstlerapartments laufen die Fliesen-, Bodenbelags- und Heizungsarbeiten.

 

Fotos: heinlewischer

Der Mai stand ganz im Zeichen der „Bretter, die die Welt bedeuten“. Der Einbau des Bühnenbodens im Probestudio ist bereits abgeschlossen, der Bühnenboden in der Studiobühne ist in Arbeit. Von dem komplexen Fußbodenaufbau einschließlich der umfangreichen technischen Installationen bleibt nach der Fertigstellung nur noch die Decklage sichtbar – im Ostflügel besteht sie aus Brettern der Materialität Oregon-Pine mit einer Brettstärke von 50 mm. Im Boden versteckte Medienkästen, Kabelkanäle und -klappen sichern die medientechnische Versorgung für die verschiedenen Bespielungsvarianten der beiden Bühnen. Im Mai wurden außerdem die Unterhangdecken in den Garderoben fertiggestellt und in den Künsterresidenzen haben die Maler und die Fliesenleger mit der Arbeit begonnen.

Fotos: heinlewischer 

Durch den Baufortschritt im April ist die architektonische Idee des Ostflügel-Umbaus in der Fassade nun vollständig ablesbar. In die vergrößertenFassadenöffnungen im Bereich des Foyers, die aus Witterungsschutzgründen zunächst provisorisch verschlossen waren, wurden im Erdgeschoss die neuen Türen und im Obergeschoss die neuen Fenster eingebaut.Darüber hinaus wurde im neuen Foyer einschließlich der beiden Brücken der anthrazitfarbene Gussasphalteingebracht. Die Montage der Akustikelemente an der Giebelwand des Foyers hat begonnen. In den Künstlerresidenzen wurden alle Trockenbau-Unterhangdecken fertiggestellt.

Fotos: heinlewischer 

Die Errichtung der Ständerwerke der Trockenbauwände und –vorsatzschalen stand im März im Mittelpunkt der Arbeiten. Bevor die Ständerbekleidet werden, müssen zunächst alle haustechnischen Installationen vorgenommen werden. Die Sanitärinstallation hat mit der Montage der Register für die Sanitärobjekte begonnen, die Elektroinstallation erfolgt parallel. Ausgehend von den Lüftungszentralen im Dachgeschoss wurden Lüftungsleitungen zur Be- und Entlüftung aller Sanitärräume verlegt, ohne das denkmalgeschützte Dachtragwerk für Verzug oder Befestigung zu involvieren.

Fotos: heinlewischer

 Auch im denkmalgeschützten Dachtragwerk des Ostflügels hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Bereits 2016/2017 wurde das Dach notsaniert und einige originale Holzelemente des Dachstuhls mussten durch neue ersetzt werden. Im Februar haben die durch Alterung, Witterung und Ergänzungen gezeichneten Kroher-Binder im Foyer für einhomogenesErscheinungsbild einen gelbfarbenen Anstrich bekommen. Die Elektro-, Wasser- und Fernwärmeleitungen wurden von der Straße her durch die Gebäude-Außenwände ins Haus geführt und mit einer Los-Festflansch-Konstruktion in Edelstahl an die Abdichtung angeschlossen, die an den Kellerwänden mit einer bituminösen Dickbeschichtung ausgeführt wurde.

Fotos: heinlewischer

Da die denkmalgeschützten Holzkastenfenster des Ostflügels keine besonderen bauphysikalischen Eigenschaften aufweisen, werden sie durch Innenflügel ergänzt, die die Anforderungen an den Wärme-, Feuchtigkeits-, Brand- und vor allem den Schallschutz vollständig erfüllen. Im ersten Monat des neuen Jahres wurden die großen Fensterinnenflügel in der Studiobühne eingebaut. Bei einem Flügelgewicht von 120 kg pro Fenster stellten der Transport und die Montage im Innenraum des Ostflügels eine besondere Herausforderung dar.

Fotos: heinlewischer

Ganz friedlich steht der Ostflügel auf dem Festspielgelände in Hellerau am Jahresende da, nach den ereignisreichen Monaten des Umbaus stehen die Arbeiten über die Weihnachtsfeiertage nun für einen kurzen Moment still. Ein gutes Jahr nach Baubeginn sind die für 2022 definierten Meilensteine abgeschlossen: Das Dach ist vollendet, alle Fassaden sind geputzt und gestrichen, die Baugerüste sind rückgebaut und der komplette Rohbau im Inneren des Hauses ist fertiggestellt. Das neue Jahr 2023 wird ganz dem Innenausbau gehören. Wir freuen uns schon jetzt darauf, an dieser Stelle darüber zu berichten.

Foto: heinlewischer

 

Im November ist aus dem ehemals mausgrauen Ostflügel ein helles, strahlendes Haus geworden. Die Putzarbeiten an der Westfassade wurden abgeschlossen und das ganze Gebäude einmal rundherum gestrichen. Auch das Dach ist nun fertig: Über dem Foyertreppenhaus wurde die letzte Gaube montiert und der Dachaufbau vervollständigt. Zudem wurden die Abdichtungsarbeiten der Kelleraußenwände auf der Ostseite fertiggestellt, die Abdichtungsarbeiten auf der Westseite folgen.

Im Gebäudeinneren ist der Rohbau des Foyers mit der Installation der zweiten Brücke abgeschlossen und die Bodenarbeiten haben begonnen. Alle repräsentativen Bereiche des Ostflügels, mit Ausnahme der beiden Bühnenräume, erhalten einen Boden aus geschliffenem Gussasphalt – ähnlich dem im Besucherzentrum des Seitengebäudes West.

Fotos: heinlewischer

 Aus dem ehemaligen engen Treppenaufgang in der Mitte des Ostflügels ist im Oktober ein großer, heller Raum entstanden. Durch die Entfernung der Decke und der Wände im EG reicht das Foyer nun über alle Geschosse und gibt den Blick auf die originale Dachkonstruktion mit den denkmalgeschützten Kroher-Bindern frei. Die obere der zwei Brücken, die die beiden Gebäudehälften miteinander verbinden werden, ist bereits installiert und alle Außenwandöffnungen des Foyers sind hergestellt. Auf dem Dach wurden im Oktober die letzten Einbauteile montiert. Der Fassadenputz an den beiden Giebelseiten des Hauses konnte erhalten werden und wurde restauriert. Die Putzarbeiten an der Ostfassade, die bereits im September begonnen hatten, wurden einschließlich Malerarbeiten im Oktober fertiggestellt. Die Putzarbeiten an der Westseite folgen im November.

Fotos: heinlewischer

Nach Vollendung des Ostflügel-Umbaus wird ein über alle Geschosse reichendes Foyer in der Mitte des Gebäudes die Gartenstadt Hellerau wieder mit dem Festspielareal verbinden. Der aktuelle Baufortschritt lässt diese Entwurfsidee im Kleinen bereits erkennen. Im Erdgeschoss des Foyers wird gerade die Öffnung zum Heinrich-Tessenow-Weg hergestellt, indem die Fensteröffnungen zu Türöffnungen vergrößert werden. Im Obergeschoss des Foyers wurde die Decke entfernt. Dort ist das besondere Dachtragwerk schon in seiner ganzen Pracht sichtbar. Die Dachdecker haben ihre Arbeiten im September abgeschlossen. Über der Studiobühne wird aktuell der Rollenboden mit Seildurchführungen für die Bühnentechnik installiert.

  

Fotos: heinlewischer

Nach der Rohbau-Fertigstellung des Probestudios im Mai ist nun die Studiobühne in ihrer Rohform fertiggestellt. Für diesen Saal wurde zunächst das Stahlfachwerk im Dach errichtet, dann die Decke über dem 1. OG daran aufgehängt und anschließend die tragenden Wände im 1. OG, die Decke über dem EG und die tragenden Wände im EG entfernt. Mit einer Länge von insgesamt sieben Fensterachsen ist die Studiobühne der größte Raum im Ostflügel des Festspielareals. Im August wurden das Dach weiter gedeckt und die Innenputzarbeiten im Probestudio fertig gestellt. In den Künstlerwohnungen und der Küche hat mit der Errichtung der Trockenbauwände und der Installation der Technischen Gebäudeausrüstung der Ausbau begonnen.

Fotos: heinlewischer

Fotos: Stephan Floss

Mit der Fertigstellung der 14 Dachgauben sind die Rohbauarbeiten am Ostflügel des Festspielhaues Hellerau nun weitestgehend abgeschlossen. Diesen Meilenstein nahm Baubürgermeister Stephan Kühn zum Anlass und lud alle Projektbeteiligten am 18. Juli 2022 zum Richtfest ein. Intendantin Carena Schlewitt schlug symbolisch den letzten Nagel ein und Zimmermann Jan-Philipp Geßner verlas den Richtspruch. In den kommenden Wochen wird – neben den laufenden statischen Ertüchtigungen und Entkernungsarbeiten in der Studiobühne – das Dach gedeckt und der Putz an der Nordfassade restauriert.

 

Fotos: heinlewischer

Es ist soweit! Der erste der beiden großen Säle des Ostflügels, in denen ab 2024 geprobt und performed wird, ist in seiner Rohform fertiggestellt. Im Mai wurden die Decke und die letzten verbleibenden Wände im Erdgeschoss entfernt – nun wird der Raum über insgesamt 16 Fenster auf zwei Ebenen in vier Gebäudeachsen belichtet. Die Montage der Stahlfachwerke über dem zweiten Saal, der Studiobühne, ist ebenfalls abgeschlossen. Jetzt schließen dort die Abrissarbeiten von Wänden und Decken an. Mit einer Länge von sieben Gebäudeachsen wird dieser Saal fast doppelt so groß wie das Probestudio sein.

 

Fotos: heinlewischer

Durch den Baufortschritt im April lässt sich die zukünftige Dimension des neuen Probestudios im Ostflügel jetzt schon erahnen. Nachdem die neuen Fachwerkträger im Dachgeschoss bereits zu Beginn des Monats errichtet wurden, konnte die darunterliegende Decke daran aufgehängt werden. Von ihrer Last befreit, wurden anschließend die tragenden Wände im 1. Obergeschoss entfernt. Der Ostflügel ist nun erstmals in seiner gesamten Breite erlebbar. Wenn in den kommenden Wochen auch die Decke und die tragenden Wände des Erdgeschosses entfernt werden, wird das Probestudio in seiner Rohform fertig sein. Parallel dazu entstehen die neuen Stahlfachwerke des zweiten großen Saales, der Studiobühne.

Fotos: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Auf den im Februar und März erbauten Fundamenten werden jetzt die neuen, über zwei Geschosse reichenden Innenwände für die beiden großen Säle errichtet. Um zusätzliche Lasten aufnehmen zu können, werden die Außenwände des Ostflügels von innen durch Wandpfeiler aus Stahlbeton verstärkt. Im April beginnt dann die Montage und Errichtung der neuen Stahlfachwerke des Probestudios, deren Einzelteile bereits angeliefert und schon in den Dachraum des Gebäudes gehoben wurden. Entlang der gesamten Trauflänge des Daches entstehen Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und gebäudebewohnende Vögel und im Kaltdach auf der Nordseite ein ganzes Fledermausquartier.

Fotos: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Mit dem Abbruch des Estrichs im Dachgeschoss sind die Abrissarbeiten am Ostflügel nun nahezu abgeschlossen. Auch die Dachziegel sind mittlerweile vollständig abgetragen und das Dach wird jetzt temporär über eine Plane gegen Witterungseinflüsse geschützt.
Die spannendsten Veränderungen geschehen derzeit jedoch im Erdgeschoss und im Keller. Dort wird alles vorbereitet, um in den kommenden Monaten die Geschossdecken und tragenden Innenwände im Bereich der neuen Räume „Probestudio“ und „Studiobühne“ entfernen zu können, die jeweils links und rechts des Foyers entstehen. Die Decken dieser beiden großen zweigeschossigen Räume werden zukünftig an Stahlfachwerken aufgehängt, die auf neu errichteten tragenden Wänden aufliegen. Für diese Wände werden gerade neue Fundamente hergestellt bzw. die vorhandenen Fundamente verstärkt.

Fotos: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Pünktlich zu Weihnachten fiel der erste Schnee und bedeckte das Dach des nun eingerüsteten Hauses mit einem zarten Weiß. Auch im neuen Jahr schreiten die Abbrucharbeiten im Inneren des Ostflügels weiter voran und befüllen die riesigen blauen und roten Container vor der Westfassade mit Bauschutt. Die Türöffnungen der tragenden Innenwände werden der neuen Planung entsprechend angepasst und wenn nötig im Sturzbereich verstärkt. Außen haben Dachdecker begonnen, die Dachziegel abzutragen. Diese werden eingelagert und nach dem Einbau der neuen Dachgauben und dem Aufbringen der Dämmung wieder installiert.

 

Foto: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Im Ostflügel des Festspielhauses lärmt und staubt es gewaltig. Die Abbrucharbeiten, die im Oktober im Mittelfoyer begannen, finden nun auf allen Ebenen des Hauses statt. Bevor die neuen Räume entstehen, wird der Ostflügel zunächst vollständig in seinen Rohbauzustand zurückgeführt, das bedeutet: Alle nicht tragenden Wände werden entfernt und die Putzoberflächen an den Innenwänden und Decken sowie die Fußbodenaufbauten werden abgetragen, so dass nur noch die tragenden Elemente und Schichten übrig bleiben.

Momentan arbeiten drei Firmen gleichzeitig auf der Baustelle (technische Erschließung, leichter Abbruch und statischer Abbruch). Die BAUHAUF GmbH erbringt dabei die Bauhauptleistung, also den größten Teil der Abbrucharbeiten, und wird anschließend auch die Stahlbau- und die Zimmerarbeiten ausführen. Die Abbrucharbeiten in den Obergeschossen des Ostflügels erstrecken sich bis ins Frühjahr des neuen Jahres hinein.

Foto: Stephan Floss

Bei einer Pressekonferenz gab Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert den Auftakt zum Baustart für die Instandsetzung und Modernisierung des Ostflügels am Festspielhaus. Die Fassade wurde in den vergangenen Tagen eingerüstet, vorab wurde das Gebäude für alle Medien (Wasser, Strom, etc.) erschlossen. Nach leichten Abbrucharbeiten zur Schaffung von Baufreiheit beginnt nun der Rohbau mit umfassenden Abbrucharbeiten im neuen Mittelfoyer. Für den Transport von Baumaterialien ins Gebäude und der Entsorgung von Abbruchmaterialien aus dem Gebäude wird bis Ende 2021 auf dem Platz ein Kran errichtet. Die alte Mauer an der Ostseite des Festspielareals wurde bereits vor einiger Zeit entfernt. Dieser Bereich (Zugang vom Heinrich-Tessenow Weg/ Valeria-Kratina-Weg) wird während der gesamten Baumaßnahme durch einen Bauzaun gesichert.