Bautagebuch Ostflügel

Visualisierungen Heinle, Wischer und Partner

Der Ostflügel am Festspielhaus wird wieder zum Leben erweckt

Am 16.11.2018 unterzeichneten Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert eine Städtebauliche Vereinbarung in HELLERAU. Damit stellte der Freistaat der Landeshauptstadt Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in Aussicht. Sie werden in die komplexe Sanierung und den Umbau des Ostflügels am Festspielhaus Hellerau sowie in die Gestaltung der Freiflächen des Areals, darunter den Innenhof, fließen. Als Zentrum für zeitgenössische Kunst mit klarem Fokus auf Tanz, Musik und Theater zählt HELLERAU zu den führenden Zentren für zeitgenössische Performing Arts in Deutschland. Für den Empfang von Künstler:innen aus aller Welt wird die denkmalgeschützte ehemalige Kaserne Ost auf dem Festspielgelände nun zu einem Herbergs- und Probenzentrum umgebaut. Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über den Stand des Umbaus. Verfolgen Sie die Entwicklung des Ostflügels auf dem Gelände von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. 
 

 Aus dem ehemaligen engen Treppenaufgang in der Mitte des Ostflügels ist im Oktober ein großer, heller Raum entstanden. Durch die Entfernung der Decke und der Wände im EG reicht das Foyer nun über alle Geschosse und gibt den Blick auf die originale Dachkonstruktion mit den denkmalgeschützten Kroher-Bindern frei. Die obere der zwei Brücken, die die beiden Gebäudehälften miteinander verbinden werden, ist bereits installiert und alle Außenwandöffnungen des Foyers sind hergestellt. Auf dem Dach wurden im Oktober die letzten Einbauteile montiert. Der Fassadenputz an den beiden Giebelseiten des Hauses konnte erhalten werden und wurde restauriert. Die Putzarbeiten an der Ostfassade, die bereits im September begonnen hatten, wurden einschließlich Malerarbeiten im Oktober fertiggestellt. Die Putzarbeiten an der Westseite folgen im November.

Fotos: heinlewischer

Nach Vollendung des Ostflügel-Umbaus wird ein über alle Geschosse reichendes Foyer in der Mitte des Gebäudes die Gartenstadt Hellerau wieder mit dem Festspielareal verbinden. Der aktuelle Baufortschritt lässt diese Entwurfsidee im Kleinen bereits erkennen. Im Erdgeschoss des Foyers wird gerade die Öffnung zum Heinrich-Tessenow-Weg hergestellt, indem die Fensteröffnungen zu Türöffnungen vergrößert werden. Im Obergeschoss des Foyers wurde die Decke entfernt. Dort ist das besondere Dachtragwerk schon in seiner ganzen Pracht sichtbar. Die Dachdecker haben ihre Arbeiten im September abgeschlossen. Über der Studiobühne wird aktuell der Rollenboden mit Seildurchführungen für die Bühnentechnik installiert.

  

Fotos: heinlewischer

Nach der Rohbau-Fertigstellung des Probestudios im Mai ist nun die Studiobühne in ihrer Rohform fertiggestellt. Für diesen Saal wurde zunächst das Stahlfachwerk im Dach errichtet, dann die Decke über dem 1. OG daran aufgehängt und anschließend die tragenden Wände im 1. OG, die Decke über dem EG und die tragenden Wände im EG entfernt. Mit einer Länge von insgesamt sieben Fensterachsen ist die Studiobühne der größte Raum im Ostflügel des Festspielareals. Im August wurden das Dach weiter gedeckt und die Innenputzarbeiten im Probestudio fertig gestellt. In den Künstlerwohnungen und der Küche hat mit der Errichtung der Trockenbauwände und der Installation der Technischen Gebäudeausrüstung der Ausbau begonnen.

Fotos: heinlewischer

Fotos: Stephan Floss

Mit der Fertigstellung der 14 Dachgauben sind die Rohbauarbeiten am Ostflügel des Festspielhaues Hellerau nun weitestgehend abgeschlossen. Diesen Meilenstein nahm Baubürgermeister Stephan Kühn zum Anlass und lud alle Projektbeteiligten am 18. Juli 2022 zum Richtfest ein. Intendantin Carena Schlewitt schlug symbolisch den letzten Nagel ein und Zimmermann Jan-Philipp Geßner verlas den Richtspruch. In den kommenden Wochen wird – neben den laufenden statischen Ertüchtigungen und Entkernungsarbeiten in der Studiobühne – das Dach gedeckt und der Putz an der Nordfassade restauriert.

 

Fotos: heinlewischer

Es ist soweit! Der erste der beiden großen Säle des Ostflügels, in denen ab 2024 geprobt und performed wird, ist in seiner Rohform fertiggestellt. Im Mai wurden die Decke und die letzten verbleibenden Wände im Erdgeschoss entfernt – nun wird der Raum über insgesamt 16 Fenster auf zwei Ebenen in vier Gebäudeachsen belichtet. Die Montage der Stahlfachwerke über dem zweiten Saal, der Studiobühne, ist ebenfalls abgeschlossen. Jetzt schließen dort die Abrissarbeiten von Wänden und Decken an. Mit einer Länge von sieben Gebäudeachsen wird dieser Saal fast doppelt so groß wie das Probestudio sein.

 

Fotos: heinlewischer

Durch den Baufortschritt im April lässt sich die zukünftige Dimension des neuen Probestudios im Ostflügel jetzt schon erahnen. Nachdem die neuen Fachwerkträger im Dachgeschoss bereits zu Beginn des Monats errichtet wurden, konnte die darunterliegende Decke daran aufgehängt werden. Von ihrer Last befreit, wurden anschließend die tragenden Wände im 1. Obergeschoss entfernt. Der Ostflügel ist nun erstmals in seiner gesamten Breite erlebbar. Wenn in den kommenden Wochen auch die Decke und die tragenden Wände des Erdgeschosses entfernt werden, wird das Probestudio in seiner Rohform fertig sein. Parallel dazu entstehen die neuen Stahlfachwerke des zweiten großen Saales, der Studiobühne.

Fotos: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Auf den im Februar und März erbauten Fundamenten werden jetzt die neuen, über zwei Geschosse reichenden Innenwände für die beiden großen Säle errichtet. Um zusätzliche Lasten aufnehmen zu können, werden die Außenwände des Ostflügels von innen durch Wandpfeiler aus Stahlbeton verstärkt. Im April beginnt dann die Montage und Errichtung der neuen Stahlfachwerke des Probestudios, deren Einzelteile bereits angeliefert und schon in den Dachraum des Gebäudes gehoben wurden. Entlang der gesamten Trauflänge des Daches entstehen Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und gebäudebewohnende Vögel und im Kaltdach auf der Nordseite ein ganzes Fledermausquartier.

Fotos: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Mit dem Abbruch des Estrichs im Dachgeschoss sind die Abrissarbeiten am Ostflügel nun nahezu abgeschlossen. Auch die Dachziegel sind mittlerweile vollständig abgetragen und das Dach wird jetzt temporär über eine Plane gegen Witterungseinflüsse geschützt.
Die spannendsten Veränderungen geschehen derzeit jedoch im Erdgeschoss und im Keller. Dort wird alles vorbereitet, um in den kommenden Monaten die Geschossdecken und tragenden Innenwände im Bereich der neuen Räume „Probestudio“ und „Studiobühne“ entfernen zu können, die jeweils links und rechts des Foyers entstehen. Die Decken dieser beiden großen zweigeschossigen Räume werden zukünftig an Stahlfachwerken aufgehängt, die auf neu errichteten tragenden Wänden aufliegen. Für diese Wände werden gerade neue Fundamente hergestellt bzw. die vorhandenen Fundamente verstärkt.

Fotos: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Pünktlich zu Weihnachten fiel der erste Schnee und bedeckte das Dach des nun eingerüsteten Hauses mit einem zarten Weiß. Auch im neuen Jahr schreiten die Abbrucharbeiten im Inneren des Ostflügels weiter voran und befüllen die riesigen blauen und roten Container vor der Westfassade mit Bauschutt. Die Türöffnungen der tragenden Innenwände werden der neuen Planung entsprechend angepasst und wenn nötig im Sturzbereich verstärkt. Außen haben Dachdecker begonnen, die Dachziegel abzutragen. Diese werden eingelagert und nach dem Einbau der neuen Dachgauben und dem Aufbringen der Dämmung wieder installiert.

 

Foto: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten

Im Ostflügel des Festspielhauses lärmt und staubt es gewaltig. Die Abbrucharbeiten, die im Oktober im Mittelfoyer begannen, finden nun auf allen Ebenen des Hauses statt. Bevor die neuen Räume entstehen, wird der Ostflügel zunächst vollständig in seinen Rohbauzustand zurückgeführt, das bedeutet: Alle nicht tragenden Wände werden entfernt und die Putzoberflächen an den Innenwänden und Decken sowie die Fußbodenaufbauten werden abgetragen, so dass nur noch die tragenden Elemente und Schichten übrig bleiben.

Momentan arbeiten drei Firmen gleichzeitig auf der Baustelle (technische Erschließung, leichter Abbruch und statischer Abbruch). Die BAUHAUF GmbH erbringt dabei die Bauhauptleistung, also den größten Teil der Abbrucharbeiten, und wird anschließend auch die Stahlbau- und die Zimmerarbeiten ausführen. Die Abbrucharbeiten in den Obergeschossen des Ostflügels erstrecken sich bis ins Frühjahr des neuen Jahres hinein.

Foto: Stephan Floss

Bei einer Pressekonferenz gab Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert den Auftakt zum Baustart für die Instandsetzung und Modernisierung des Ostflügels am Festspielhaus. Die Fassade wurde in den vergangenen Tagen eingerüstet, vorab wurde das Gebäude für alle Medien (Wasser, Strom, etc.) erschlossen. Nach leichten Abbrucharbeiten zur Schaffung von Baufreiheit beginnt nun der Rohbau mit umfassenden Abbrucharbeiten im neuen Mittelfoyer. Für den Transport von Baumaterialien ins Gebäude und der Entsorgung von Abbruchmaterialien aus dem Gebäude wird bis Ende 2021 auf dem Platz ein Kran errichtet. Die alte Mauer an der Ostseite des Festspielareals wurde bereits vor einiger Zeit entfernt. Dieser Bereich (Zugang vom Heinrich-Tessenow Weg/ Valeria-Kratina-Weg) wird während der gesamten Baumaßnahme durch einen Bauzaun gesichert.