Slave to the Rhythm, Hermann Heisig, Foto: Rolf Arnold

Slave to the Rhythm

Hermann Heisig (DE)

Der Musikpädagoge Émile Jaques-Dalcroze entwickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die rhythmisch- musikalische Erziehung als eine Methode, die unmittelbare Verbindung von Musik und Bewegung als „bewegte Plastik“ körperlich darzustellen. In „Slave to the Rhythm“ unternimmt der Choreograf Hermann Heisig gemeinsam mit vier Tänzer*innen den Versuch einer körperlichen Annäherung an Dalcroze’ Methode. Im Fokus steht dabei weniger die detailgenaue Rekonstruktion der historischen Vorlagen, sondern vielmehr eine Konfrontation ganzheitlicher Körperideologien mit den fragmentierten Wahrnehmungsmustern unserer Zeit. Heisig interessiert sich für den Punkt, an dem Harmonie totalitär wird, das Lebendige mechanisch, oder auch der Rhythmus und die Dynamik einer Gruppe außer Kontrolle geraten.

Der gebürtige Leipziger Hermann Heisig lebt und arbeitet als Choreograf, Tänzer und Performer in Berlin. Nach seiner Tanzausbildung in Berlin arbeitete er als Darsteller u.a. mit Meg Stuart/Damaged Goods, Martine Pisani, Martin Nachbar, Begum Erciyas, Thomas Lehmen und Corinna Harfouch. Mit seinen eigenen choreografischen Arbeiten ist er seit über 10 Jahren in ganz Europa und darüber hinaus tätig.

Doppelpack-Veranstaltung

Dauer: 70 Min.

www.hermannheisig.net

Idee: Hermann Heisig

Von und mit: Pieter Ampe, Jessica Batut, Hermann Heisig, Elpida Orfanidou,Alma Toaspern

Bühne und Kostüme: Marie Gerstenberger

Musik:Gunnar Wendel aka Kassem Mosse

Licht: Thomas Achtner

Produktionsleitung: Susanne Ogan

Eine Produktion von Hermann Heisig in Koproduktion mit Schauspiel Leipzig und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Gefördert aus Mitteln des Fonds Darstellende Künste und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.