Ursula Sax: Geometrisches Ballett, Foto: Ursula Sax

Geometrisches Ballett

Ursula Sax (DE)

Charakteristikum des Konzeptes „Geometrisches Ballett“ von Ursula Sax ist die Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik. Das Werk war – im Titel bereits ablesbar – Oskar Schlemmer und seinem „Triadischen Ballett“ gewidmet und rückt gerade im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 wieder in die Wahrnehmung und das Interesse der Kunstwelt.

Ursula Sax selbst ist durch ihre Ausbildung und ihr Schaffen eng mit der Bauhaus-Tradition verbunden. Die frühe Begegnung mit dem Werk Oskar Schlemmers, dem engen Freund des bedeutenden Nachkriegsmalers Deutschlands Willi Baumeister – ihrem eigentlichen Lehrer in den frühen Jahren an der Stuttgarter Akademie – haben sich über Jahrzehnte als Erfahrungswert in ihr Gedächtnis und ihr Schaffen eingeschrieben.

Ursula Sax ist eine der renommiertesten deutschen Bildhauerinnen, mit über achtzig Jahren kann sie auf ein breites Schaffen zurückblicken, das von Privatpersonen, Galeristen und Museen geschätzt und gesammelt wird. Die Kostüme und Objekte von Ursula Sax nehmen in der Bildenden Kunst eine Sonderstellung ein und können den eigentlichen Platz in der Kunstgeschichte eigentlich erst finden, wenn sie für den ursprünglich gedachten Zweck genutzt, als Bühnenstück aufgeführt und einer breiten Öffentlichkeit gezeigt wurden.

Auf verführerische Weise verbinden uns die Objekte mit der im Jahr 2019 ausgiebig gefeierten Bauhausgeschichte und insbesondere mit den künstlerischen und theaterwirksamen Aspekten des Bauhauses. Diese machten einen großen Teil der Praxis am Bauhaus aus, die jedoch kaum noch wirksam erlebbar ist.

Umso größer ist heute der Reiz – in einer durch die Digitalisierung gänzlich anders strukturierten Welt – selbst nachzuvollziehen und auszuprobieren, was der künstlerisch und handwerkliche Ansatz war, sich mit dem Menschen als skulpturalem Objekt in einem Raum auseinanderzusetzen und welche Erfahrungen wir heute daraus ziehen können.

Unsere inhaltlichen Schwerpunkte sind das Verhältnis von Form und Raum, sowie Skulptur und Bewegung. Eine besondere Rolle spielt dabei die Musik. Neben der Frage der Bewegung von Körpern im Raum und im Verhältnis zur Musik ergeben sich sehr zeitgemäße, in die aktuelle gesellschaftliche Realität reichende Themen, wie zum Beispiel Körper und Maske, Verhüllung und Individualität, Masse und Individuum, Abstand und Nähe sowie Schutz und Durchlässigkeit.

Termine

Hommage à Oskar Schlemmer | Publikumsgespräch im Anschluss am 20.09.

Choreografie:  Erfurth
Musik: Sascha Mock
Gesang und Spiel: Annette Jahns
Tanz und Spiel: Erik Brünner, Katja Erfurth, Helena Fernandino, Jule Oeft, Liang Zhu
Technische Planung:tristan Event
Gesamtleitung und Produktion tristan Production | Management | Event

06./07.09.2019 Uraufführung, Radialsystem Berlin
11.09.2019 Eröffnung, Bauhausfestival Dessau
20./21.09.2019 Dresdner Fassung, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste auf der rekonstruierten Appia-Bühne im Großen Saal

In Zusammenarbeit mit Semjon Contemporary – Galerie für zeitgenössische Kunst in Berlin

In Koproduktion mit HELLERau – Europäisches Zentrum der Künste

Eine Produktion von tristan Production I Management I Event in Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste
Initiiert durch Semjon H. N. Semjon, Semjon Contemporary

Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Inneren und die Kulturstiftung Sachsen sowie die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Festival
Fr 20.09.2019 Fr 20.09.
2019
20:00
Großer Saal
Tanz
17/8 €

Geometrisches Ballett

Ursula Sax (DE)

Hommage à Oskar Schlemmer | Publikumsgespräch im Anschluss am 20.09.
20:00
Großer Saal
Tanz
17/8 €
Festival
Festival
Sa 21.09.2019 Sa 21.09.
2019
20:00
Großer Saal
Tanz
17/8 €

Geometrisches Ballett

Ursula Sax (DE)

Hommage à Oskar Schlemmer | Publikumsgespräch im Anschluss am 20.09.
20:00
Großer Saal
Tanz
17/8 €
Festival