Adele Dittrich Frydetzki, Theater/Performance 2019/20, Foto: Stephan Floss

Adele Dittrich Frydetzki & Ko. (DE) Theater/Performance 2019/20

Partnerprogramm: LOFFT – Das Theater Leipzig

Disziplin/Genre: Theater/Performance

Projekt in HELLERAU: Diesen Mangel nehmen wir persönlich im Rahmen des Festivals 89/19 – Vorher/Nachher

In der Performance „Diesen Mangel nehmen wir persönlich“ bearbeitet die kurz nach der Wende im Osten geborene Künstlerin ihren eigenen Mangel an DDR-Erfahrung. Sie sucht nach feministischen Vorbildern im noch nicht verschwundenen, aber wenig erzählten Erbe von DDR-Aktionskunst und Ost-Punk.

Kollaboration mit Anna Adams (Sound, konzeptionelle Mitarbeit, Aufführungstechnikerin), Marie Simons (Endregie, konzeptionelle Mitarbeit), Marten Flegel (Produktion, dram. Beratung, Care-Arbeit), Franziska Goralski (Raum/Outfit), Antonia Kamp (support Raum/Outfit) und Klara Lyssy (Lichtdesign, Aufführungstechnikerin)

Was inspiriert dich?
Offene Fragen, die aus erlebten Erfahrungen und Geschichten entstehen und die viele umtreiben. Nicht Erzähltes, vermeintlich Randständiges, Vergessenes. Queere Lebensweisen, nicht ohne weiteres sichtbar werdende Existenzformen.

Deine ersten drei Gedanken zu HELLERAU?
Flashback, 29.10.2019
Wir sitzen im Auto und fahren nach Hellerau, im Radio läuft „Goldener Reiter“ auf repeat. Wir beschleunigen euphorisch auf dem riesigen Platz vor dem Festspielhaus. Wir bremsen scharf ab, die Reifen quietschen, der Boden knirscht, wir stehen. Und haben heute Premiere.

Wie würdest du deine Arbeitsweise beschreiben?
Wir erproben kollektive Arbeitsweisen. Wir erproben Rollenzuweisungen. Wir verändern sie bei Bedarf. Zu Beginn der Probearbeit haben wir uns folgende Vorhaben festgelegt:

  • Max. 8 h Probe am Tag. Freie Tage und Zeit einplanen.
  • Respekt für Bedürfnisse außerhalb des Arbeitskontexts jede*r einzelnen.
  • Probebedingungen: Luft, Sonne, Essen (in wechselnder Verantwortung selbst zubereiten).
  • Selbstcheck Gruppe immer wieder Bedürfnisse aktualisieren.
  • Umgang mit schlechter Laune: Stimmung mitteilen und ernst nehmen.
  • Moderationsrollen können von allen eingenommen werden.
  • Jede*r darf immer unterbrechen und der Prozess ist nicht wichtiger als seine Anteilnehmenden.