MØDE- ‘Leuba Rehearsal with Bowie’ | Rosalind Masson/Anima(l)[us]

In unserer Arbeit bemühen wir uns, den Moment in seiner Gesamtheit durch die Medien Klang und Bewegung auszudrücken. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kommen durch verkörperte Daten zusammen. Dieser Prozess hängt davon ab, dass wir allen komplexen Interaktionen, die sich zu jedem Zeitpunkt energetisch abspielen, zuhören und auf diese Reize reagieren oder nicht reagieren. MØDE hängt von Ihnen, dem Betrachter, ab, diese komplexen Punkte zu koordinieren, indem Sie durch Ihre Wahrnehmungslinse die Essenz des Moments, den wir anbieten, zusammenbringen. Nur mit dem dritten Auge können die miteinander verbundenen Elemente zu einem reinen Ereignis werden. Wenn ein oder mehrere Zeugen anwesend sind, können wir eine Version des Jetzt anbieten. Ein Ausdruck, der unsere kombinierte Präsenz nutzt. Dieser Prozess entfaltet sich und kann niemals wiederholt werden.

MØDE begann ihre Praxis 2017 in den stillgelegten Räumen der Leuba-Mühle in der Oberlausitz in Sachsen. Die folgenden Praktiken, Performances und Diskussionen, die auf ihren Erfahrungen in der Welt der Computerprogrammierung, der Permakultur, der Musik und der zeitgenössischen Kunst basierten, zeigten einen Weg oder “MØDE” auf, wie man die dystopischen Überbleibsel des post-unierten Deutschlands durch das Einbringen von zeitgenössischem, improvisiertem Klang und Bewegung in den Raum ansprechen kann. Sie haben ihren Sitz in der Oberlausitz.

Rosalind schloss 2006 die Londoner Schule für zeitgenössischen Tanz ab und machte 2008 einen Master-Abschluss an der DJCAD in Medienkunst. Im Jahr 2009 arbeitete sie bei Movement Research in New York. Von 2008 bis 2013 arbeitete sie als Performerin und Choreographin in den Bereichen Rock, Folk und zeitgenössische Musik sowie als Performerin in der Arbeit von bildenden Künstlern, Tanzfilmemachern und Choreographen in Deutschland, Großbritannien und den USA. 2010 begann sie mit der Produktion ihrer eigenen choreographischen Arbeit unter dem Titel Anima(l)[us]. Sie hat neun Live- und fünf Leinwandarbeiten inszeniert und produziert, die international gezeigt wurden. Im Jahr 2014 trat sie dem Kollektiv Laborgras mit Sitz in Berlin bei und schuf und performte vier neue Werke unter dem Titel “The Renaissance Project”. Seit 2019 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Neiße-Zentrums für Zeitgenössische Kunst und setzt ihre freiberufliche Arbeit als Choreographin, Mitarbeiterin, Lehrerin und Performerin in Görlitz, Sachsen, fort.