© Stephan Floss

RAC – Refugee Art Center

Mit der Veranstaltung „Wortasyl“ begann am 24.09.2016 das Projekt Refugee Art Center, das bis Juni 2019 alle Aktivitäten von HELLERAU von und für Geflüchtete/n zusammenfasste. „Wortasyl“ sollte besonders literarisch aktiven Geflüchteten eine Stimme geben und ihnen ermöglichen, selbst kreativ zu sein und sich auszutauschen. Mit diesem Ziel fanden seit 2016 verschiedene Kunstprojekte statt, die entweder für Geflüchtete und internationale Dresdner*innen angeboten oder von Künstler*innen mit Fluchtgeschichte angeleitet wurden. So entstand eine gemeinsame Plattform für Geflüchtete, Künstler*innen und Aktivist*innen. Menschen haben sich kennengelernt, sind mit Kulturen, Religionen und Lebenswelten in Berührung gekommen, die ihnen fremd waren. Das hat Verständnis und Vertrauen geschaffen, um gemeinsam zusammen zu leben. Mit unterschiedlichen Projekten in den Bereichen Tanz, Theater, Bildende Kunst, Musik und Politik konnten durch das Refugee Art Center künstlerische Positionen von Geflüchteten in HELLERAU verankert und die Teilhabe am kulturellen Leben gefördert werden. In den vergangenen drei Jahren fanden insgesamt mehr als 45 verschiedene Aktivitäten statt. Das Spektrum reichte von langfristigen Projekten über Einzelveranstaltungen bis hin zu Workshops. Der Fokus lag dabei immer auf gegenseitigem Lernen und transkultureller Diskursivität.

Das Refugee Art Center wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von 2016 bis 2019 mit 150.000 Euro gefördert.

Ausgewählte Projekte

Im&ExportMoves (2019) – Das neue interkulturelle Tanztheater Projekt von MultiMoves
Premiere: 30.06.2019

Being Hier (2018/2019) – Internationales Theaterprojekt für Frauen

WORTASYL (2016/2017) – Geschichten zwischen Heimat und Fremde – Interkulturelle Lesung in Kooperation mit der Initiative „Brücken schaffen“.

HAMS (2016-2018) – Internationale Frauengruppe, angeleitet von der spanischen Choreografin Avatara Ayuso

MULTIMOVES (2017-2018) – Internationales Theaterprojekt, angeleitet von Olga Feger, Ahmad Abdlli, Matthias Markstein und Marco Tabor

BEING HERE (2017-2018) – Internationales Theaterprojekt für Frauen über Heimat, Identität und Zugehörigkeit, angeleitete von Ellen Muriel.