Nazanin Zandi, Foto: Christine Starke
29.01.2019

Nazanin Zandi macht mit: RAC – HELLERAU ist ein fester Bestandteil meines Lebens, #1 – 2019

Bei welchem Projekt machst du in HELLERAU mit und wie bist zu dazu gekommen?
Ich mache beim Projekt „Being Hier“ von Ellen Muriel mit. Es ist ein Internationales Frauentheaterprojekt. Wir mischen mehrere Genres: Schattentheater, Puppentheater, Bodymusic, Gesang, Zeichnen, Vorlesen. Wir sprechen unsere Texte auf Deutsch, aber auch in unserer Muttersprache. Da wir ziemlich gemischt sind, entstehen Texte auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Persisch, Spanisch, Türkisch, Englisch.

Warum lohnt sich das für dich?
Bei dem Projekt mitzumachen bedeutet für mich, eine sehr starke faszinierende Frauengruppe in ihrer Komplexität zu erleben. Wir haben gleich von Anfang an sehr starke Freundschaften und Bewunderung für einander gespürt, trotz Alters- und Landesunterschieden. Jede Frau bringt ihre Geschichte, ihre Lebensweise in die Runde. Durch das Theater und das Wiedererleben der Lebensgeschichten auf die Bühne haben wir alle sehr über uns, unsere Vergangenheit, unsere Wünsche für die Zukunft reflektiert. Das erste Theaterstück „Being Here – Hier Sein“ ist nach der Premiere in Hellerau im März 2018 dann spontan „auf Tournee“ gegangen, weil uns in Sachsen viele Institutionen eingeladen haben, dieses starke Stück weiter zu spielen.

Was wünschst du dir von HELLERAU?
Von HELLERAU wünsche ich mir weiter diese Neugier und diese Offenheit, die es bis jetzt in unsere Arbeit gesteckt hat. Ich finde die Zusammenarbeit sehr bereichernd. Es werden Türen zur Welt eröffnet, es wird uns aber auch die Freiheit gegeben, den Weg alleine zu beschreiten. Bei der Zusammenarbeit ist der Prozess genauso wichtig wie das Ergebnis. Wir erleben Integration und Interesse.