I randomly love you / hate you

exonemo

HYBRID Pre-Shows Ausstellung Installation

Das japanische Künstlerduo exonemo erforscht in experimentellen Projekten die Paradoxien der uns umgebenden digitalen und analogen Welten. Arbeiten der 1996 von Kensuke Sembo und Yae Akaiwa gegründeten Gruppe exonemo wurden weltweit in Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert. Sie haben immer wieder Werke geschaffen, die sich mit der Beziehung zwischen „Technologie“, wie dem Internet und Computern, und dem „Analogen“, das unsere Realitäten ausmacht, auseinandersetzen. exonemos Fokus zeigt ungewohnte und eher unbemerkt gebliebene Perspektiven auf und verleiht ihnen auf einzigartige und humorvolle Weise Ausdruck. Digitale Medien sind heute eine Selbstverständlichkeit in unserem Leben – exonemo entwickelt Werke und Projekte, die uns die grundlegende Natur dieser Medien und die damit verbundenen Beziehungen bewusst machen.

Im Jahr 2006 gewann exonemo mit The Road Movie die Goldene Nica in der Kategorie Net Vision des Prix Ars Electronica. Seit 2012 organisieren sie den „Internet Yami-Ichi“, einen großen Flohmarkt, der in Tokio und New York stattfand und das oft immaterielle Treibgut des Cyberspace in Online-Themenobjekten erfahrbar macht. Die Künstler leben und arbeiten seit 2015 in New York. Zu den jüngsten Einzelausstellungen von exonemo gehören U & I, NOWHERE (New York, 2019); LO, WAITINGROOM (Tokyo, 2019); The Life-Cycle of Interfaces, New Media Artspace gallery, Baruch College Library (New York, 2018); TO THE APES, Mitsubishi-Jisho Artium (Fukuoka, 2013). Sie haben auch an Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter The Invisible Hand, 4A Centre for Contemporary Asian Art (Sydney, 2019); Reincarnation of Media Art, WRO Art Center (Wroclaw, 2019); TECH ART FOR COLLECTORS, Zurcher Gallery (New York, 2019); SUNRISE/SUNSET Artport, Whitney Museum website (New York, 2019); Reincarnation of Media Art, YCAM (Yamaguchi, 2018); und Hello World: for the Post-Human Age, Art Tower Mito (Ibaraki, 2018).

I randomly love you / hate you (2018)

Mixed media (LCD Monitors, Singleboard Computer)

Zwei Monitore zeigen eine Konversation über Liebe und Hass, als Dialog einer Messaging-App und endlosen Austausch der Sätze: „Ich [Adverb] liebe dich“ und „Ich [Adverb] hasse dich“. Die Adverbien werden nach dem Zufallsprinzip aus etwa 300 Optionen ausgewählt, einige der generierten Ausdrücke ergeben kaum einen Sinn, während andere zu ungewöhnlichen oder ungeschickten Formulierungen führen. Die Arbeit verdeutlicht den Kontrast zwischen den starken menschlichen Emotionen, die durch die Worte „Liebe“ und „Hass“ dargestellt werden, und den unpersönlichen Prozessen, mit denen Maschinen diese Informationen verarbeiten.

HYBRID Box Next Shows

14.04. – 15.05.2022: Theo Triantafyllidis
20.05. – 19.06.2022: Jonas Lund

www.hybrid-box.org

HYBRID Box präsentiert als neue modulare Galerie experimentelle und interdisziplinäre Kunst von lokalen und internationalen Künstler:innen und begleitet gleichzeitig den beginnenden Umbau des ursprünglichen Kasernen-Ostflügels auf dem Festspielgelände Hellerau.

Mit HYBRID wird eine neue internationale Plattform der Künste im digitalen Zeitalter und kritischen Phasen globaler Transformationsprozesse etabliert, gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

HYBRID Box ist ein Projekt in Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und PYLON. Das HYBRID Box Programm 2021 wird unterstützt von MUTEK, Goethe Institut, Canada Council for the Arts und der Regierung von Kanada.

Technische Leitung: Tobias Blasberg

Produktionsleitung: Michael Lotz

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