Tänzer*in: Zoe Lenzi, Gustavo Gomes © Raffaele Irace

N.N.N.N. | Echoes from a Restless Soul | From Now on

Dresden Frankfurt Dance Company (DE)

N.N.N.N. – Choreografie von William Forsythe
Echoes from a Restless Soul & From now on – Choreografien von Jacopo Godani

Die Frankfurt Dance Company präsentiert einen Ballettabend mit Choregrafien von William Forsythe und Jacopo Godani. In William Forsythes N.N.N.N. (2002) befinden sich vier Männer in einem Zustand konstanter, schweigender Verbindung, die durch Thom Willems unvermittelt murmelnd aufblitzende Komposition eine intensive, komplexe Gravur eingehen. Ihre Arme, Köpfe, Körper und Beine werden zu einzigartigen Stimmen, jede für sich und alle kontrapunktisch aufeinander abgestimmt.

In Jacopo Godanis „Echoes from a Restless Soul“ (2016) zu Maurice Ravels Klavierkompositionen „Ondine & Le Gibet“ aus „Gaspard de la Nuit“ (live gespielt) fügen sich die choreografischen Elemente zu einem gemeinsamen Strang und ergeben eine Folge von Pas de deux und Quartetten, die eine Landschaft künstlerischer Virtuosität umschreiben. Godani wertet Bewegungsabläufe durch den Spitzenschuh auf mit bemerkenswerter Freiheit innerhalb bestimmter ästhetischer Parameter. Darüber hinaus ist die Dresden-Premiere einer Neuproduktion von Jacopo Godani zu sehen.

„In seiner Neukreation „From Now on“ für sieben TänzerInnen ist dafür Spaß angesagt: ein bisschen schrill – ganz wie Steven Mackeys „Physical Property“, eine Komposition für Streichquartett und E-Gitarre. Quietschbunt sind die Glitzerbodys der Tänzerinnen, zackig und perfekt durchgespielt die energetisch hoch aufgeladenen Formationen. Ähnlich wie bei Forsythe steht die Gruppe im Mittelpunkt, die Godani effektvoll zur ästhetischen Einheit zusammenwachsen lässt. Mit der ehrgeizigen Titelfindung ließ er sich Zeit bis zur Premiere – ganz wie Forsythe Namensgebungen für seine Arbeiten in letzter Minute zu zelebrieren pflegte. Der aber hatte dem Spitzentanz selbst in seinen Ballett-geprägten Zeiten mehr Reibung entgegenzusetzen. Sich gegen einen Choreografie-Giganten zu behaupten, ist schwer – und besonders, dann, wenn die glatte Oberfläche keine Reibung zulässt.“ tanznetz.de, 15.10.2018 

 

Dauer: 1 Std., 20 Min., 2 Pausen

Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen sowie die Stadt Frankfurt am Main und das Land Hessen.

Company-in-Residence in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und im Bockenheimer Depot in Frankfurt am Main.