Cezary zieht in den Krieg/Cezary idzie na wojnę

Cezary Tomaszewski (PL)

Das Stück ist Teil der Komuna Warszawa Serie „Vor dem Krieg / Krieg / Nach dem Krieg“. Der Regisseur und Choreograf Cezary Tomaszewski greift auf persönliche Erfahrungen zurück und erinnert sich an seine Musterung vor einer Wehrpflichtkommission. Vier Schauspieler und eine Pianistin spielen seine Biografie als groteske Revue nach: Patriotismus, Heimatliebe und nicht zuletzt die sozialen, psychologischen und kulturellen Auswirkungen des Krieges stehen ebenso im Zentrum des Abends wie eine Reihe von subversiven und queeren Identitätsspielen sowie einer witzigen und scharfen Kritik an nationalistischen Kriegsdiskursen, die auch im heutigen Polen mitschwingen. Die Musik von Stanisław Moniuszko, dem Vater der polnischen Nationaloper, von Dmitri Schostakowitsch und Claude Debussy verleihen dem Abend militärischen Schwung.

Cezary Tomaszewski ist Choreograf, Regisseur und Performer. Er absolvierte ein Theaterstudium an der Staatlichen Akademie für Schauspielkunst in Warschau und studierte Choreografie am Brucknerkonservatorium Linz in Österreich. Als Regisseur arbeitet er sowohl im Theater als auch in der Oper. Er experimentiert gern mit klassischen Stücken und sein Interesse liegt in der Banalität der Kunst.

Polnisch mit deutschen Übertiteln

Dauer: ca. 1 Std.

Regie: Cezary Tomaszewski
Schauspiel: Michał Dembinski, Weronika Krówka, Oskar Malinowski, Bartosz Ostrowski, Łukasz Stawarczyk
Dramaturgie: Klaudia Hartung-Wójciak
Text: Justyna Wąsik
Kostüme: Agnieszka Klepacka & Maciej Chorąży
Licht: Antoni Grałek
Musik: Debussy, Handel, Moniuszko, Shostakovich
Übersetzung: Andreas Volk

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, das Adam-Mickiewicz-Institut und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.