Tchina Ndjidda

Foto: Klaus Gigga

Tchina Ndjidda sieht sich selbst als Aktivist und beschreibt in seinem Solostück das Problem der illegalen Einwanderung und deren Wurzeln in der Kolonisierung, der Bildung und dem sozialen Ansehen. «CROSS» ist eine Tanzperformance, die auf Ndjiddas eigenen Erfahrungen basiert und die Geschichte eines jungen Tänzers erzählt, der auf der Suche nach einer Karriere in Europa ist. Nach Frustration und vielen gescheiterten Versuchen kehrt er in sein Land und zu seiner Familie zurück, um über eine utopische Welt zu sprechen. Das Solostück bewegt sich von einer melancholischen und tragischen Handlung auf der Suche nach Stolz und Liebe hin zur Begegnung mit Frustrationen, Wut, Traurigkeit und Verlust. Seine Erfahrung schafft eine neue Kraft, die ihm Hoffnung gibt, sich seiner Zukunft und seinem Traum zu stellen. Der Tanz ist eine Kombination aus zeitgenössischem Hip-Hop, in dem sich ruckartige und fließende Energie mischt, und rituellen, therapeutischen und traditionellen Tänzen aus Nordkamerun (Tchawal und Badag), die die Toten leiten und in eine Trance versetzen, die das Leben und die Hoffnung feiert.

Zusammen mit den Choreographinnen und Tänzerinnen Asanda Ruda und Bibata Ibrahim Maiga nahm Tchina Ndjidda als Gewinner:innen der vierten Ausgabe des Festivals „Africa Simply the Best“ am Residenzprogramm von HELLERAU teil. „Africa Simply the Best“ ist eine vom Choreografen Serge Aimé Coulibaly initiierte Tanzplattform und ein Wettbewerb für Solo-Performances. Dieses panafrikanische Kulturereignis, das Kreativität, Innovation und Originalität fördert, zeichnet alle zwei Jahre die besten afrikanischen Solo-Choreograph:innen aus.

@tchinandjidda