Magdalena Weniger, KOMA Tanz&Performance (DE) Artist-in-Garden | Performance/ Tanz/ Gesang 2020/21

Genre: Performance/Tanz/Gesang

Residenzprogramm: Artist-in-Garden Residenz

Projekt in HELLERAU: Hauswuchs

Kurzbeschreibung des Projektes:
Ein kleines Glashaus als Forschungsstation im Kulturgarten Hellerau. Inspiriert und umgeben von pflanzlichen Lebenszyklen will ich Wachsen, Gedeihen und Verderben, Zusammenspiel und Korrespondenz beobachten: zwischen Mensch und Umwelt, zwischen Mensch und Mensch. Kann ich durch die Beobachtung der Flora und durch die Arbeit mit Pflanzen zu Erkenntnissen über das menschliche Dasein kommen? Diese Frage ist Ausgangspunkt und soll sich im Gewächshaus, im Prozess konkretisieren.

Was inspiriert dich?
Dies und das. (lacht) (kommentiert von der Künstlerin selbst, da allein im Atelier, während sie diese Zeilen scheibt) Back to Inspiration: Manchmal ist es der Blich aus dem Fenster und die Reise der eigenen Gedanken. Oftmals auch der Alltag mit meinen Kindern, mit ihrem frischen Blick auf diese Welt und ihr Forschungsdrang: Essen zeigen und ausspucken, Flüssigkeit vom Tisch saugen, Spielsequenzen endlos wiederholen, unbegründet Spleens (heute nicht diese Mütze!). Inspirierend finde ich immer auch die Arbeit von Kolleg:innen und schlussendlich bietet der Zirkus der Welt(politik) eh genug Input. Over and Out.

Deine ersten Gedanken zu Hellerau?
Groß, größer, am größten

Wie würdest du deine Arbeitsweise beschreiben?
Meine Ausbildung war sehr vielseitig: zuerst Gesang, dann Kunstpädagogik, dann Performance/Tanz. Das spiegelt sich nicht nur in meinen Arbeiten, sondern auch in der Arbeitsweise wider. Die meisten Ideen entstehen im Kopf und beim Rechercheprozess entstehen erste Formen und Bilder. Zuerst arbeite ich meist mit Material oder einem Objekt, mit den Händen, und schreibe viel, Worte/Texte/Lieder. Bevor ich da stecken bleibe, muss ich dann in ein Studio, damit das Ganze auch im restlichen Körper und im Raum ankommt und sich ausbreiten kann. Jedes Mal ein spannender Prozess und immer intuitiv und assoziativ. Alles was im Prozess Ausdruck findet – Bilder, Objekt, Bewegung, Sound – hat seine Berechtigung. Erst im nächsten Schritt wird dann wieder destilliert. Und wenn das jetzt zu geschmeidig klingt, zwischen diesen Schritten gibt es viele kleine und große Krisen/Fragen/Nöte/Löcher…außerdem: alleine zu arbeiten und zu recherchieren ist nicht leicht für mich, ich arbeite sehr gern dialogisch und brauche diese Resonanz von anderen Köpfen und Körpern um mich.