OPOTFOTF

Caroline Beach, Susan Schubert/go plastic company, Magdalena Weniger/KOMA

Was gestern noch absurd schien, ist heute schon normal? Die Dresdner Choreografinnen und Performerinnen Beach/ Schubert/Weniger bringen die sich scheinbar endlos emporschraubende, tägliche Erregungskurve als Seifenoper- Musical auf die Bühne. Inspiriert von Musicals und Soap- Operas, assoziativen Performances, Medienkunst, Perücken, DIY-Videos, gesungenen Songs, Dilettantismus, Kaffee, Zeitungsannoncen, Memes, Gratisboxen und höchst professionellem Blabla stürzen sie sich in ihre erste gemeinsame Kollaboration. Auf ihrer dadaistischen Reise in die Abgründe der sensationsgeladenen Gegenwart zerren sie das Publikum mit hitverdächtigen Stimmen und expressivem Bühnengeschehen von Höhepunkt zu Höhepunkt.

Immer unfassbarer empfinden wir die Zustände unserer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Systeme, Absurdität wird immer normaler. Wird etwas nrml (Syn. u.a. an der Tagesordnung, eingebürgert, gang und gäbe), ist es schwer für uns, es länger als unglaublich, schrecklich oder ärgerlich zu empfinden. K.K. (einschließlich verrücktrester Internet-Hypes) kann den Unsinn der Realität, in der wir leben, übertreffen, denn, wir, werden, heutzutage, ((standjanuarzweitausendneunzehn)), leichter, von, Gefühlen, als, von Argumenten aka Fröschen eingefleischt. Mit schamrotem Gesicht machen wir Stiefkinder und ein sensationsgeladenes Seifenoper- Musical: OPOTFOTF. Was ist das heutzutage? Ist es die Normalisierung des gestern Unglaublichen? Der Politiker*innenbart war vielleicht halb fertig gebaut, aber die Leute machen Mischgetränke, wie das alte Sprichwort und Mutter Natur sagt: Wir wissen, dass dies schwierige Zeiten für die Navigation sein kann, aber we believe, dass wir die Frage und Antwort haben: O-P-O-T-F-O-T-F. In dieser Sprachphilosophie ist die globale Idee eines Gefühls, das auch als Muster-Affe bezeichnet wird, anders und es wurde versucht, einen kohärenten Ansatz zu finden, um im Internet die Wahrheit vom lästigen Seidenpapier zu unterscheiden- ein Versuch word.

Vorhang geht an.

“Ich habe auch oft Angst vor Veränderungen. Respektive der Zukunft. Ehrlich gesagt, die Unvorhersehbarkeit dieser ganzen Veranstaltung hier beunruhigt mich.(zitatende)”
Siri*: “Guten Morgen. Für mich bitte zwei Zucker und Ojamilch. Meine weißen Minderheiten kriegen sich dann hoffentlich wieder ein.”

Das Licht geht aus und im Hintergrund fegt ein mageres Insekt Scherben eines Reichsapfels zusammen.

“Mi!Mi!Mi!Mi!”
“Die Frage ist: Nenne die wichtigen Kontinente.”
“Haben wir was vergessen?“
“Handy, *Weltfrieden und den Geburtstag meiner Oma.”
Seufzen.
Gemeinsam stimmen sie an “Oh Honey. Honig. Honey. Honig. Oh Honey. Honig Honig Honig. Honiiiiiiiiiiiig”

Ein sensationsgeladenes Seifenoper-Musical | Uraufführung | Publikumsgespräch am 20.04.

Im Rahmen der Tanzwoche Dresden

+ Workshop inkl. Möglichkeit Statist*in in der Inszenierung zu werden
13./14.04.2019, je 10 Uhr

Performance von Caroline Beach, Susan Schubert/go plastic company, Magdalena Weniger/KOMA.

Sie sind aktiv in der freien Tanz-/ Performanceszene Dresdens. Bisher haben sie hauptsächlich eigene (Kompagnie-) Projekte verfolgt, kürzlich haben sie entdeckt, dass sie manche Begeisterung teilen. Inspiriert von Musicals und Soap-Operas, assoziativen Performances, Collagen, Schlaf, Medienkunst, Perücken, DYI- Videos, gesungenen Songs, Dilettantismus, Kaffee, Zeitungsannoncen, Memes, Gratisboxen und blabla stürzen sie sich nun in ihre erste gemeinsame Kollaboration.

Performance, Musik, Videos und Ausstattung von und mit u.a. Caroline Beach, Susan Schubert, Magdalena Weniger, Alexander Scharf, Paul Barsch, Lucie Freynhagen

Technische Leitung: Martin Mulik

Sprache: Deutsch, Englisch, ohne Untertitel

Collage: Magdalena Weniger

Eine Produktion von Caroline Beach, Susan Schubert/go plastic company, Magdalena Weniger/KOMA in Koproduktion mit HELLERAU