Komponist:in zum Frühstück

Annesley Black & ensemble courage

DTzM Musik 2022/23
Foto: Robin Hoffmann

Das kompositorische Schaffen von Black ist gekennzeichnet durch eine dialektische Auffassung von Autonomie in dem Sinne, dass gerade (Ver-)Bindungen die Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit ihrer musikalischen Sprache befördern. Dazu zählen Beziehungen auf rein menschlicher Ebene, Inspirationen durch andere, auch außermusikalische Quellen (wissenschaftliche Texte, ungewöhnliche Klänge ganz unterschiedlicher Herkunft) und die Verwendung digitaler Technik, bei der die musikalischen Prozesse auf die menschlichen Interpreten und die technischen Akteure verteilt sind.

Preis inkl. Frühstück.

Annesley Catherine Black, geboren 1979 in Ottawa/Kanada, studierte von 1998 bis 2004 in Montreal an der Concordia University Jazz und Elektronische Musik sowie Komposition bei Brian Cherny an der McGill University. Im Anschluss setzte sie ihre Studien in Deutschland bei York Höller und Hans Ulrich Humpert (Komposition) in Köln sowie bis 2008 bei  Mathias Spahlinger (Komposition), Orm Finnendahl (Elektronische Musik) und Cornelius Schwehr (Angewandte Musik) an der Musikhochschule Freiburg fort. Es folgten 4 Jahren Tätigkeit als Assistentin für Klangregie am Experimentalstudio des SWR. Seitdem ist Annesley Black auch als Klangregisseurin u.a. für ensemble recherche und canto battuto tätig. Annesley Black lebt in Frankfurt a. M. und ist dort seit 2013 Dozentin an Dr. Hochs Konservatorium sowie an der Kronberg Academy.

Blacks Kompositionen wurden bei Festivals wie dem Ultraschall-Festival Berlin, den Darmstädter Ferienkursen und den Donaueschinger Musiktagen aufgeführt. Zu den Interpreten ihrer Werke zählen u.a. Ensemble Modern, ensemble mosaik sowie das hr-Sinfonieorchester.

Annesley Black ist unter anderem Trägerin des Busoni-Förderpreises für Komposition, des Stuttgarter Kompositionspreises und des Komponisten-Förderpreises der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Koproduktion von ensemble courage und HELLERAU –Europäisches Zentrum der Künste, gefördert von der Landeshauptstadt Dresden Amt für Kultur und Denkmalschutz und von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.