If/Then For Strings

Richard Siegal und das Asasello Quartett

Wo liegt der Schnittpunkt zwischen Tanz und Musik? Kann eine Komposition für Musiker mit Hilfe choreografischer Methoden realisiert werden? If/Then for Strings ist ein Projekt, das sich jeder Einordnung widersetzt. Der Fokus liegt weniger auf dem Unterschied zwischen Tanz und Musik, die beteiligten Künstler werden vielmehr mit den sich überschneidenden Bereichen der beiden arbeiten, vor allem der körperlichen Gestik. Der Körper wird nicht nur der Musik zu Diensten sein, die Bewegung wird vielmehr auch die Komposition steuern.

  1. Finale Allegro
    II. Scherzo
    III. Andante Expressivo
  2. _

Mit großem Respekt möchte sich Richard Siegal bei dem Asasello Quartett für das großzügige Einbringen seiner außergewöhnlichen künstlerischen Fähigkeiten und seines Wissens bei der Entstehung von If/Then For Strings bedanken.

Gefördert durch das Kulturreferat der LH München und durch die Fondation Royaumont bei der Vorbereitung des Projektes, mit freundlicher Unterstützung von MOUVOIR/Stephanie Thiersch und Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln

Die Video-Installation zu If/Then For Strings in HELLERAU im Rahmen von 4:3 Kammer Musik Neu ist Wolfgang Zamastil (1981-2017) gewidmet. Der im November 2017 sehr jung verstorbene Cellist war u.a. Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie und hat neben Asasello String Quartett mit vielen weiteren bedeutenden Ensembles wie LUX:NM oder Ensemble Adapter zusammengearbeitet.

Über Richard Siegal

Richard Siegal ist Gründer und künstlerischer Leiter von The Bakery (2005). Er wurde mit dem New York Dance and Performance Bessie Award, dem Deutschen Theaterpreis Faust, dem S.A.C.D.-Preis (Beaumarchais) und dem Mouson Award ausgezeichnet und erhielt 2012 den Tanzpreis der Landeshauptstadt München. Richard Siegals Stücke zeichnen sich vor allem durch seine interdisziplinäre Arbeitsweise und seine Vorliebe für Kollaborationen mit Architekten wie z.B. Didier Faustino, Designern wie z.B. Konstantin Grcic oder Komponisten wie Arto Lindsay oder Lorenzo Bianchi aus. Siegal ist ein MacDowell Fellow und Ehrenmitglied des Bolschoi Balletts Benoit de la Danse.

Über das Asasello String Quartett

Im Jahr 2000 in Basel gegründet und seit 2005 in Köln beheimatet stellt das Asasello Quartett seit jeher die intensive und kompromisslose künstlerische Auseinandersetzung mit Tradition und Gegenwart in den Vordergrund. Dazu zählen seine originellen Programmkonstellationen (oft auch mit Kompositionsaufträgen des Quartetts) ebenso wie innovative Konzepte für neue Konzertformen, Inszenierungen und Musikproduktionen. Seit dem Studienabschluss beim Alban Berg Quartett 2007 überzeugt das Quartett auf internationalem Parkett durch seine packende Unmittelbarkeit, die von der Presse als eine „alles entwaffnende Kraft“ bezeichnet wird. Dafür sprechen auch die zahlreichen Auszeichnungen und Einladungen auf nationalem und internationalem Parkett: Nach dem ersten Preis beim Migros-Kulturprozent-Wettbewerb 2003 folgten Gastspiele in der Wigmore Hall London, der Liederhalle Stuttgart, der Musik Triennale Köln, die Teilnahme an Festivals von Algerien bis Finnland, die zyklische Aufführung aller Mozart-Quartette in Venedig u.v.a. Nicht zuletzt haben auch die eigenen Projekte des Ensembles – beispielsweise die intensive und persönliche Auseinandersetzung mit der Musik aus den Herkunftsländern der Ensemblemitglieder (www.listentopaysages.com) oder die seit fünf Jahren erfolgreiche Konzertreihe 1:1 – Schon gehört? das Asasello Quartett immer wieder als eines der leidenschaftlichen und aufregenden Streichquartette bestätigt. Dies hat der Verband der Deutschen Konzertdirektionen 2010 auch mit dem Preis des VDKD 2010 honoriert. Auch die Kombination von klassischem Streichquartett mit anderen Künsten, wie beispielsweise Tanz oder bildender Kunst ist für die Musiker heute zentral. Diverse Produktionen mit renommierten Choreographen, wie z.B. John Neumeier, Bill T. Jones, Stephanie Thiersch oder Richard Siegal führten und führen immer wieder zu spannenden Ergebnissen.

Einlass jederzeit möglich

Dauer: ca. 1 Std.

Weltpremiere 29. Januar 2014, Muffathalle München

Eine Arbeit von Richard Siegal und dem Asasello String Quartett:

Rostislav Kozhevnikov, Violine
Barbara Kuster, Violine
Justyna Śliwa, Viola
Wolfgang Zamastil, Violoncello

www.thebakery.org
www.asasello-quartett.ch