Empire

Milo Rau/IIPM (DE, CH)

Was heißt Flucht? Was Heimat? Wie wird das Gesicht des neuen Europa aussehen? Als Abschluss der Europa-Trilogie, einer dreijährigen Auseinandersetzung mit Mythos und Realität Europas, präsentiert „Empire“ biografische Close-Ups von Menschen, die als Flüchtlinge nach Europa kamen oder an seinen Rändern ihre Heimat haben. Die Schauspieler*innen Akillas Karazissis aus Griechenland und Rami Khalaf aus Syrien, der kurdische Künstler Ramo Ali und die Schauspielerin Maia Morgenstern aus Rumänien, international bekannt geworden unter anderem als Mutter Gottes in Mel Gibsons „The Passion of the Christ“, erzählen von künstlerischer und wahrer Tragik, von Folter, Flucht, Trauer, Tod und Wiedergeburt – und damit von einem Europa zwischen antikem Mythos und imperialer Gegenwart. Was geschieht mit Menschen, die ihr Hab und Gut oder ihre Heimat durch Krisen und Krieg verloren haben? Intim und doch von epischer Größe entsteht das Porträt eines Kontinents, dessen Vergangenheit vielfach gebrochen und dessen Zukunft ungewiss ist. „Empire“ beschreibt Europa als mythisches wie realpolitisches Imperium, den Europäer als Träger uralter Traditionen wie auch als ewigen homo migrans.

Milo Rau, Gründer des IIPM – International Institute of Political Murder – ist einer der derzeit gefragtesten Regisseure Europas; seine Produktionen touren weltweit. Er wurde u.a. mit dem Schweizer Theaterpreis, dem ITI-Preis zum Welttheatertag, dem 3-Sat-Preis, dem Peter-Weiss-Preis, mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und mit der Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik geehrt. Als Nachfolger von Johan Simons ist Rau ab der Spielzeit 2018/19 der Künstlerische Direktor des Nationaltheaters Gent.

Arabisch, Französisch, Griechisch, Kurdisch und Rumänisch, mit deutschen Übertiteln | Publikumsgespräch im Anschluss am 18.09. | Veranstaltung im Rahmen der 28. Interkulturellen Tage Dresden

Dauer: 2 Std., ohne Pause

Konzept, Text und Regie: Milo Rau
Text und Spiel: Ramo Ali, Akillas Karazissis, Rami Khalaf und Maia Morgenstern
Musik: Eleni Karaindrou Dramaturgie und Recherche: Stefan Bläske, Mirjam Knapp  Bühne und Kostüme: Anton Lukas
Video: Marc Stephan
Ton- und Sounddesign: Jens Baudisch Technik: Aymrik Pech
Regieassistenz: Anna Königshofer
Ausstattungsassistenz: Sarah Hoemske
Regiehospitanz:
Laura Locher
Dramaturgie-Hospitanz: Marie Roth, Riccardo Raschi
Übertitelung IIPM (Übersetzung): Mirjam Knapp

Auf Tour:
Aufbau, Licht: Aymrik Pech, Jurgen Kolb
Sound, Video: Jens Baudisch, Sebastian König
Übertitel: Raman Khalaf Produktionsleitung: Mascha Euchner-Martinez, Eva-Karen Tittmann

Eine Produktion des IIPM – International Institute of Political Murder. In Koproduktion mit dem Zürcher Theater Spektakel, der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und dem steirischen herbst festival Graz. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin, Pro Helvetia und Migros-Kulturprozent. Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung Kanton St. Gallen und des Schauspielhaus Graz.
http://international-institute.de

Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Das Gastspiel wird unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.