Cancelled

Maria Hassabi

HYBRID Biennale Performance 2022/23
Foto: Thomas Poravas

Die neue performative Arbeit „Cancelled“ der zyprischen Performance-Künstlerin Maria Hassabi befasst sich mit einer generationsübergreifenden Perspektive des Frauseins. Vier Performerinnen bewegen sich in einer lebendigen Klanglandschaft, die eine endlose Lebensspanne betont. Die Choreografie besteht aus einzelnen Soli, die Hassabis charakteristischen Stil der Stille und Verlangsamung verwenden, und zeigt repräsentative weibliche Posen, die auf alltäglichen Manierismen im Laufe der Geschichte basieren. CANCELLED zeigt ein komplexes choreografisches Muster, das durch die Stärke und Verletzlichkeit von Frauen in einer Gesellschaft bereichert wird, die die Notwendigkeit dieser Eigenschaften leicht übersieht.

www.mariahassabi.com

Dauer: 1 Std.

 

Darsteller.innen: Elena Antoniou, Alice Heyward, Shelley Senter, Yukiko Shinozaki

Tontechnik: Stavros Gasparatos und Maria Hassabi

Kostüme: Victoria Bartlett

 

CANCELLED wurde von der LUMA-Stiftung produziert und bei LUMA ARLES im Rahmen des Artist-in-Residency-Programms uraufgeführt. Es wurde von FRONT International mit in Auftrag gegeben und erhielt zusätzliche Unterstützung von diesem: Cleveland Triennial for Contemporary Art, in Zusammenarbeit mit dem VIA Art Fund.

 

Maria Hassabi (geb. in Zypern) ist eine Künstlerin und Choreografin, die mit Live-Performance, Installation, Skulptur, Fotografie und Video arbeitet. Seit den frühen 2000er Jahren hat Maria Hassabi eine einzigartige Praxis entwickelt, die auf der Beziehung zwischen dem lebenden Körper, dem Standbild und dem skulpturalen Objekt basiert. In ihren Arbeiten, die sich auf Stille und Entschleunigung konzentrieren, reflektiert sie über Konzepte von Zeit und die menschliche Figur als physische Einheit. Die Künstlerin verwendet verschiedene Medien und eine Vielzahl von Verfahren, um die Komplexität der formalen Organisation zu betonen. In den meisten von Hassabis Arbeiten ist der darstellende Körper das Hauptthema, oft eingebettet in imposante Installationen. Durch die sorgfältige Verarbeitung ihres Materials – jede Handlung, selbst der Blick, wird gezählt und ist Gegenstand von Hinweisen – werden in einer ständigen Verhandlung zwischen der Beziehung des Körpers zur Schwerkraft, zu Zeit und Raum die physischen Nebenwirkungen der Arbeit offenbart und das Bewusstsein von Tänzern und Zuschauern im gegenwärtigen Moment verankert. Die anfängliche Einladung zu einem Spektakel erschöpft sich, und eine gemeinsame Körperlichkeit und radikale Intimität wird sichtbar.