Katja Manjate (MOZ) & Anna Till (DE) Tanz/Performance 2019/2020, Foto: Nelson Faquir

Katja Manjate (MOZ) & Anna Till (DE) Tanz/Performance 2019/2020

Disziplin: Tanz/Performance

Projektname:  life in numbers
Anna Till: “Ein Blick in die Statistik verrät: dein Geburtsdatum, das Geld auf deinem Konto, die Anzahl deiner Kinder, die Einwohner*innen deiner Stadt, wie oft du am Tag telefonierst, wie viel Zeit du schlafend verbringst, wie viele Freund*innen und Verwandte du hast, den Preis von Butter, die Größe deines Hauses, wie viele Tage im Jahr du in der Kirche verbringst undundund. Die aus Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, stammende Choreografin Katia Manjate und die Dresdner Choreografin Anna Till haben sich für ihre neue Arbeit intensiv mit Statistik befasst: Für einen Laib Brot zahlen sie 52 Meticais oder 3 Euro, Katia wird 62,3 Jahre alt, Anna 83,5. Sie sind 1,68 Meter und 1,54 Meter groß. Katia bekommt 5,24 Kinder, Anna 1,5. Sie haben ein monatliches Einkommen von 31 Euro oder 3.224 Euro, Katia sieht 7,7 Stunden am Tag die Sonne, Anna 4,6 Stunden. In etwa, im Durchschnitt, statistisch gesehen.“

Jorge Domingos: „Nummern sind allgegenwärtig und wir benötigen Nummern um in dieser Welt zu überlebe und um sie zu verlassen.“

Von Katja Manjate (MOZ) und Anna Till (DE) | Musik von Jorge Domingos (MOZ) und Johannes Till (DE) | Dramaturgie von Panaibra Canda (MOZ) | Produziert von situation productions (Dresden) und Culture Arte

Was inspiriert euch?
Jorge Domingos: „Neue Geräusche und neue Recherchen.“

Deine ersten Gedanken zu HELLERAU?
Anna Till: „Kein Dresden ohne HELLERAU!
Offenheit, Experiment, Aktualität.
Die einzigartige Verbindung von Natur und Kultur (siehe Kulturgarten), Vergangenheit und Zukunft und ein Publikum aller Altersklassen. (zu Hause)“

Wie würdest du eure Arbeitsweise beschreiben?
Anna Till: “An erster Stelle stand die Begegnung von Katia Manjate und mir. Die Begegnung im Tanz, aber auch im Privaten. Wir haben uns intensiv über unsere beiden Lebens- und Arbeitsrealitäten in Maputo und Dresden und unsere Interessen in den Darstellenden Künsten ausgetauscht.

Innerhalb der Zusammenarbeit im Duo, in der beide sowohl Tänzerinnen als Autorinnen des Stückes sind, ist die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber essentiell. Wir haben uns regelmäßig unsere Ideen vorgestellt und dann überprüft, ob die Andere mit der Idee etwas anfangen kann bzw. wie sie darauf reagiert. Dann sind wir sehr schnell in die Praxis gegangen, haben Szenen und Bewegungen probiert, variiert, wiederholt – auf Video aufgenommen und im Nachhinein gemeinsam angesehen und besprochen.“