03.02.2021

#TakeCareResidenzen, #1 – 2021

Küstler:innen forschen, erproben, verwerfen, erschaffen, präsentieren. HELLERAU ermöglicht in Zusammenarbeit mit dem Fond Darstellende Künste Raum und Zeit für 80 Forschungsresidenzen. Einige Künstler:innen haben bereits im Herbst 2020 mit ihren Arbeiten begonnen, andere starten in der ersten Jahreshälfte mit ihren Vorhaben. Viele der Künstler:innen werden früher oder später in HELLERAU zu erleben sein. Der Dresdner Künstler Max Rademann, den HELLERAU-Besucher:innen durch den Dienstagssalon bekannt, wird sich in seiner Recherche den partizipativen Momenten des gemeinsamen Musikhörens widmen. Die

Illustrationen der hier vorgestellten #TakeCareResidenzen stammen aus Rademanns Hand.

Nora Al-Badri

Die multidisziplinär arbeitende Künstlerin Nora Al-Badri recherchiert zu künstlicher Intelligenz und Museen, Big Data und dem performativen Moment der Blackbox und verhandelt diese im Rahmen einer spekulativen und dekolonialen Archäologie.

Hecke/Rauter: Stuff The World

Mit „Stuff The World“ untersuchen die Theatermacher:innen Hecke/Rauter die Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels auf den deutschlandweit einmaligen Ausbildungsbetrieb zum Tierpräparator am Bochumer Berufskolleg. Welchen Transformationen unterliegt das Berufsbild aufgrund ökologischer Veränderungen: Werden die Aspirat:innen zu Zeug:innen des Artenverfalls oder bezeugen sie selber einen aussterbenden Beruf.

Robert Lippok: Raum. Objekt. Bewegung.

Robert Lippok geht den Verknüpfungen Darstellender und Bildender Kunst auf den Grund. Er wird Material sammeln und damit im Bühnen- und Außenbereich unter Benutzung von Bühnen- bzw. Beleuchtungstechnik in HELLERAU frei experimentieren.

Sarah Ulrich: Writing About.
Diskurse des Schreibens über performative Künste

Sarah Ulrich befragt die Möglichkeiten des Austauschs zwischen der Darstellung auf Bühnen und der Berichterstattung über diese Darstellungsformen. Welche Diskurse, Spannungen und Visionen werden auf Bühnen verhandelt? Wie lassen sich performative, visuelle, komplexe Künste medial vermitteln? Wie lässt sich darüber schreiben? Wie kann eine diskriminierungsfreie Berichterstattung etabliert werden?

THE HOUSE (Tanja Krone + Johanna Kluhs): Unter Tage

Tanja kommt aus Sachsen, Johanna gehört ins Ruhrgebiet. In einer ergebnisoffenen Recherche wollen sie den offensichtlichen und rätselhaften Ähnlichkeiten zwischen Ost und West nachgehen, Werner Bräunigs „Rummelplatz“ lesen und Biografie-Gespräche mit Menschen hier und da führen. Was haben z.B. Zechenschließungen im Pott und das Ende der Wismut gemein? Und wer transkribiert das alles?

Christiane Hütter: Die Strategiemaschine

Die Pandemie ist nicht vorbei. In Zuständen zu denken macht keinen Sinn. Eine neue Strategie zu erfinden auch nicht. Wir brauchen mehrere. Eine Strategiemaschine für Pläne von A-Z. Denkvorräte! Was kann Theater dazu beitragen? Eine Recherche am Weltübergang von offline/online, Wissenschaft, Kunst und Stadtgesellschaft.

Claudia Basrawi: Robotron

Claudia Basrawi geht auf Expedition und forscht zur Zukunftsvision der Informationstechnologie der ehemaligen DDR, die im VEB Kombinat Robotron in Dresden beheimatet war. Wer gehörte zu der Avantgarde der DDR-Computertechnologie und wie sahen ihre Zukunftsvisionen aus. Was hat sich inzwischen verändert, wie sieht der Blick auf die Zukunft nach 80 Jahren Computertechnologie aus. Welche Kritik und welche Alternativen gibt es?

Banda Internationale: GAGA und die Auswirkungen auf Musik und Gesellschaft

Künstler:innen der Banda Internationale fragen sich: Bedingt die Musik die Bewegung oder funktioniert es auch umgekehrt? Welche Wechselwirkung gibt es zwischen Tanzenden und Musizierenden?

Jule Flierl: REDNERINNEN

Jule Flierl möchte am Beispiel von Rosa Luxemburg, Angela Davis und Regine Hildebrandt etwas über die transformative Präsenz von Rednerinnen im öffentlichen Diskurs herausfinden. Wie beeinflusste die Art, wie diese herausragenden Politikerinnen ihre Stimme benutzten, die Wahrnehmung des Inhalts ihrer Reden?

Armada of Arts: Spielplatz ohne Vorschriften

Die Armada of Arts wünscht sich als Gegenpol zur heutigen rastlosen Zeit einen „Spielplatz ohne Vorschriften” und will einen utopischen Ort kreieren, an dem sich jede und jeder ausprobieren kann.

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