Artist-in-Garden-Residency: Tis Aly und Suzanne Stavast

Tis Aly und Suzanne Stavast: ACTS OF LIVING (16. — 23.09.)

Die Künstler:innen Tis Aly und Suzanne Stavast sind Teil der Artist-in-Garden Residency in HELLERAU und kommen im September nach Dresden, um im Kulturgarten hinter dem Festspielhaus an ihrem Projekt „ACTS OF LIVING“ zu arbeiten. Dafür suchen sie Teilnehmer:innen, die sich während der Residenz vernetzen, voneinander lernen und Allianzen für ein nachhaltiges Leben schaffen möchten.

Als Act of Living wollen die Künstler:innen mit den Menschen vor Ort interagieren und den Kulturgarten als Versammlungsort nutzen, als Ort der Kreativität, der Diskussion und des Austausches. Das Projekt lädt zu wöchentlichen Performances, einem Tagesworkshop und einer gemeinsamen Performance am Ende der Residenz ein. Bewegung, Stimme, Gefühle und alle möglichen und unmöglichen Mittel werden genutzt, um sich gemeinsam in Bewegung zu setzen.

Stavast und Aly nehmen den Raum der Kunst als einen Ort des Widerstands, der Ruhe und des Austauschs mit den Besuchern und stellen Praktiken und Verfahren der Pflege vor. Der Blick auf Ökofeminismus, Dekolonisierung und soziale Gerechtigkeit, Rezepte, wie man rebellisch und gesund bleibt — Queerness und die Frage, wie Menschen sie definieren und was ihnen wichtig ist.

Suzanne Stavast – eine queere, gender non-conforming weiße Person, in den Niederlanden geboren, mit Wohnsitz in Amsterdam und Berlin. Ich sehe Performance als eine transformative Kraft für Veränderung und Dekonstruktion in mir selbst und in anderen, die daran teilnehmen. Ich arbeite mit Ritualisierung, Clownerie/Joker, Bewegung, Stimme, Drag/Queering und stelle meist recycelte Kostüme her, um mit einem dekolonisierten Geist zu brechen und auf ihn hinzuarbeiten.

Tis Aly – BIPOC/QUEER – geboren in Brasilien, wohnhaft in Berlin – ich habe nach Wegen gesucht, kreative Wege in politische Entscheidungen zu verwandeln – auf der Suche nach einem Heilungsprozess durch soziale Gerechtigkeit und einem Prozess des Liebens, Gebens und der Performance als Erzählung der Gegenwart in Richtung einer (wünschenswerten) Zukunft. Meine künstlerische Praxis entspringt der Dekolonisierung, der Körperbewegung, der Untersuchung und anderen Formen des Machens, des Recyclings und der Suche nach Wegen der Überprüfung, des Umschreibens und der Erneuerung.

tizoall.com