Was ist eigentlich populär? Und was bedeutet es, wenn Kunst populär sein will – oder soll? Zwischen Massenphänomen und Gemeinschaftserlebnis, zwischen politischer Strategie und künstlerischer Öffnung bewegt sich dieser Begriff, der heute aktueller scheint als je zuvor. Populär zu sein heißt, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Resonanz zu finden, Menschen zu erreichen. Doch was bedeutet das für die Kunst, für Theater und Tanz, für Musik – für jene Orte, die Begegnung, Experiment und gesellschaftliche Reflexion miteinander verbinden? „Make it Pop!“ präsentiert vom 01.05. bis 06.06. künstlerische Arbeiten, Vorträge, Workshops und Feste, die Fragen nach der Präsenz, der Verführung und der Wirkung des Populären stellen – mit all seinen schillernden, widersprüchlichen und befreienden Facetten.
Das Populäre prägt unsere Gegenwart auf nahezu allen Ebenen. Populistische Bewegungen nutzen die Mechanismen der Massenansprache und digitale Plattformen ebenso virtuos wie die Popindustrie ihre Stars und Narrative inszeniert. Der Erfolg liegt in der Fähigkeit, Bilder, Emotionen und Zugehörigkeiten zu erzeugen und damit für eine bestimmte Zeit viele Menschen zu erreichen. Gleichzeitig zeigt sich im Populären das große Versprechen von Teilhabe – ein demokratischer, manchmal anarchischer Impuls, der Grenzen zwischen Hoch-und Alltagskultur, zwischen Expert*innen und Publikum aufbricht.
In Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich „Transformationen des Populären“ an der Universität Siegen verbindet HELLERAU künstlerische Praxis mit wissenschaftlicher Forschung. Die Frage lautet nicht: Ist Populäres gut oder schlecht? Sondern: Wie verändert es unsere Formen des Zusammenlebens, Ästhetiken und Institutionen? Kann das Populäre selbst zum Werkzeug einer offenen, widerständigen Kunst werden?
Mit dem Festival „Make it Pop!“ öffnet HELLERAU ein Labor für Begegnung, Bewegung und Beteiligung. Das internationale Programm zeigt, wie unterschiedlich Künstler*innen heute mit populären Formen umgehen – von urbanen Tanzstilen bis zu Internet-Ästhetiken, von Community-Projekten bis zu choreografischen Selbstbefragungen.








