Zum Ausklang des Tages öffnen sich die Türen für Musik, Drinks, Gespräche und Interventionen von Künstler*innen der sächsischen Tanz- und Performance-Szene: Beiträge, die die klassische Bühne hinter sich lassen und als Installationen, ortsspezifische, Durational oder Drag Performances neue Räume erobern.
Becky & Marty: „Sterne steigen“ - eine künstlerische Recherche
Becky und Marty ** erstmals gemeinsam zu erleben ** nicht verpassen! Nach Rechercheaufenthalten in privaten Wohnzimmern, staatlichen Archiven und geheimen Dokumentenkellern geben die beiden Einblick in ihre Spurensuche zu Travestie und queerer Subkultur in der DDR – unterhaltsam, historisch ungenau und künstlerisch präzise wie eh und je!
Felix Chang: Ausschnitte aus „WÚ | YĪ 無 壹“
Eine Tanzperformance über öffentliche Einsamkeit und die Geschichte von Shih Ru-Zhen, der während Taiwans „Weißem Terror“ 18 Jahre lang unter Spionageverdacht im Versteck lebte. Durch Bewegung und das Spiel mit Raum vermittelt die Performance die Kraft der Freiheit, die Last der Erinnerung und die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes.
Ildikó Tóth: Ausschnitte aus „AKÓMI“
Ildikó verknüpft Bewegungsrecherche mit menschlicher Wahrnehmung. Sie entwickelt Improvisations-Scores, die Klang und Licht zu einem sensiblen räumlichen Gefüge verweben. Tanz wird so als Form eines kollektiven Erlebens erfahrbar – jenseits expliziter Narrative. Das Publikum wird eingeladen, Deutung loszulassen und sich unmittelbar auf den Moment, die Bewegung und die eigene Resonanz einzulassen.
Jack Bannerman: „Choreographic Studies“
Eine interaktive Installation, bei der zwei Tänzer*innen aus getrennten Studios auftreten und ihre Live-Streams nebeneinander auf einer Projektionsfläche zu sehen sind. Besucher*innen geben Befehle in einen zentralen Laptop ein und senden Echtzeit-Anweisungen an beide Darsteller*innen, die die Eingaben auf ihre eigene Weise interpretieren.
Rika Yotsumoto & Kevin Albancando Tuntaquimba: „Hug On The Moon“
Eine interaktive Installation, bei der zwei Tänzer*innen aus getrennten Studios auftreten und ihre Live-Streams nebeneinander auf einer Projektionsfläche zu sehen sind. Besucher*innen geben Befehle in einen zentralen Laptop ein und senden Echtzeit-Anweisungen an beide Darsteller*innen, die die Eingaben auf ihre eigene Weise interpretieren.
Svea Duwe: „ATMEN“ - ein Happening
Score: Materialisiere deine Atemluft, indem du 1 Minute lang deinen Atem in Plastiktüten verschließt. Nimm wahr, welche Masse durch deine und die Atemobjekte der anderen im Raum entsteht. Schaffe Strukturen. Untersagt ist nur die Zerstörung. „ATMEN“ eine choreografische Baustelle für alle im Raum.
tanzART.company: Ausschnitte aus „Metamorphose III“
Die tanzART.company arbeitet aus der Philosophie der Begegnung. Im Fokus steht die Forschung zur Beziehung mit dem Anderen und zwischen Performenden und Publikum: Wie entstehen Nähe, Resonanz und Austausch? Die Produktion nutzt Alltags- und Gemeinschaftsorte, um Tanz unmittelbar erfahrbar zu machen.
Kuratiert wurde der Abend von einer Fachjury und die dramaturgische Gesamtkomposition wurde durch das TanzNetzDresden gestaltet.
Eine Kooperation zwischen HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Landesverband der Freien Theater Sachsen, Societaetstheater Dresden, TanzNetzDresden und Villa Wigman e.V. im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2026.










