„Stadtluft Dresden“ ist ein Bookzin über Dresden und über das, was mit Dresden nicht stimmt, aber stimmig werden kann, wenn einer oder eine es nur will. Zum zehnjährigen Jubiläum begeben wir uns mit Charlotte Gneuß, Peter Richter und Durs Grünbein in Erinnerungswelten, welche die Oberflächlichkeit der Gegenwart aufreißen. Für musikalische Unterhaltung sorgt DuOptimist mit Anna Katharina Schumann und Frieder Zimmermann. Die Veranstaltung wird moderiert von den Herausgebern Amac Garbe, Peter Ufer und Thomas Walther.

Moderation: Charlotte Gneuß, Peter Richter, Durs Grünbein

Biografien

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Foto: Amac Garbe

Charlotte Gneuß studierte Soziale Arbeit, literarisches und szenisches Schreiben. Sie ist Herausgeberin der Anthologie „Glückwunsch" (Hanser Berlin 2023), und der Neuen Rundschau: „Diktatur und Utopie – wie erzählen wir die DDR?" (S. Fischer, 2024). Ihr Debütroman „Gittersee" war für den deutschen Buchpreis nominiert, wurde vielfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Über die Recherchearbeit zu „Gittersee" schrieb sie im Band 6 von „Stadtluft Dresden" im Jahr 2021. 2024 war sie Stadtschreiberin von Dresden und ist seither Gastgeberin der Lesereihe „Wort & Welt" in der Staatsbibliothek Dresden.

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Foto: Amac Garbe

Der Dichter Durs Grünbein, 1962 in Dresden geboren, lebt heute in Berlin und Rom. Er studierte Theatergeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, sein vielfach übersetztes Werk wurde mit bedeutenden Preisen wie dem Büchner-Preis 1995 und dem Tranströmer-Preis 2012 ausgezeichnet. Grünbein ist Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf und Mitglied des Ordens Pour le mérite. Zu seinen jüngeren Veröffentlichungen im Suhrkamp Verlag zählen „Jenseits der Literatur" (2020), „Äquidistanz“ (2022) und der Roman „Der Komet. Die Geschichte der Dora W." (2023).

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Foto: Amac Garbe

Peter Richter hat seine Kindheit und Jugend in Dresden verbracht, wo er Anfang der 90er Jahre auch zum ersten Mal mit Technoclubs in Berührung kam. Er hat Kunstgeschichte in Hamburg studiert, etliche Jahre als Kulturkorrespondent der Süddeutschen Zeitung in New York verbracht und arbeitet heute als Journalist und Schriftsteller in Berlin. Seine Bücher haben nicht immer etwas mit Dresden zu tun, aber doch häufig. Eine besondere Rolle spielt die Stadt insbesondere in „Blühende Landschaften, eine Heimatkunde", 2004, „Deutsches Haus - Von einem, der auszog, das Wohnen zu lernen", 2006, dem Roman „89/90" (2014) und „Dresden revisited - Von einer Heimat, die einen nicht fortlässt" (2016). Zuletzt erschien der Roman „August" (2021).