Willkommen in einem neuen Staat, REPARATION NATION!
Durch zeitgenössischen und Hip-Hop-Tanz, Oper, Bildende Kunst, Live-Soundscapes, elektronische polyrhythmische Beats, interaktive Installationen und eine faszinierende Gleichzeitigkeit entfaltet sich eine Tanztheaterproduktion, die die afrikanische Erzählung ins Zentrum stellt.
In einem Panorama von Videolandschaften aus dem Senegal, Namibia, Südafrika und Deutschland, entsteht ein absurd-komisches und zugleich tief berührendes Gefüge um Eigentum, Herkunft und Identität.
Welche Regeln gelten in diesem neuen Staat? Welche Objekte haben hier den größten Wert: die alltäglichen, die neu geschaffenen oder die wiederentdeckten? Welche Geister verstecken sich in leeren Vitrinen? Das Ensemble bewegt sich durch die Leerstellen, die von geraubten Kulturgütern hinterlassen wurden, und verfolgt die über Jahrhunderte entstandenen Verflechtungen von Verlust, Besitz und Macht aus afrikanischer Perspektive. Dabei öffnet sich ein spiritueller Raum, in dem das Ungesehene, das zum Schweigen Gebrachte und das Vergessene anerkannt werden – und in dem neue Bande von Heilung und Aufbruch geknüpft werden können.
„Reparation Nation“ ist eine Produktion von und mit BiPoC- (Black, Indigenous, People of Color) und POAD-Künstler*innen (People of African Descent) aus dem Senegal, Namibia, Kamerun, Südafrika, Ghana, Sri Lanka und der afrikanischen Diaspora in Hamburg. Gemeinsam mit einer Trompete spielenden Komponistin aus Berlin und einer südafrikanischen Sängerin aus Lübeck entwirft das Ensemble eine Zukunftsvision, die europäische Wahrnehmungen afrikanischer Geschichten herausfordert, und zugleich das Theater selbst als Zufluchtsort der Heilung, als Ritual der Erinnerung und als Keimstätte der Transformation begreift.
Pressestimmen
- „Reparation Nation ist keine aggressive Anklage, sondern ein intelligent zusammengestelltes Nachdenken über Erinnerung und Erinnerungskultur, über Vergangenheit und Zukunft, bei dem auf spielerische Weise ein bleibender Aha-Effekt entsteht.“ (tanznetz)
Biografie

Foto: Tanja Hall
Jessica Nupen gilt als Hamburgs internationalste Choreografin. Seit 2013 schafft sie hoch relevante, innovative, große und kleine multidisziplinäre Produktionen aus Tanztheater, Installationen, Ausstellungen und Filmen. Mit 15 internationalen Produktionen, die in über 12 verschiedenen europäischen und afrikanischen Städten getourt sind, und 2 internationalen Choreografiepreisen hat sich Jessica Nupen als eine bedeutende Figur in der Hamburger und internationalen Performing Arts Szene etabliert. Nupens Arbeit wurde u.a. gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, Hamburg Kulturbehörde, Cassens Stiftung, und dem Goethe Institut.



















