Im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2026 laden die villa\wigman, das TanzNetzDresden und das Societaetstheater Dresden Tanzschaffende aus Sachsen ein, um ihre Arbeit einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Durch eine Fachjury wurden fünf Künstler*innen bzw. Companies ausgewählt, die in einem 15-minütigen Pitch mit anschließendem Q&A ihre Praxis, Produktionen oder Konzeptionen vorstellen.
FORWARD DANCE COMPANY

Foto: Candy Welz
Die FORWARD DANCE COMPANY ist die mixed-abled Tanzcompany von LOFFT – DAS THEATER in Leipzig. Unter der künstlerischen Projektleitung von Gustavo Fijalkow bearbeitet sie mit wechselnden Choreograf*innen gesellschafts-politische Themen. Dabei entstehen Tanzperformances sowohl für spezifische Orte im öffentlichen Raum als auch für die Bühne. Seit der Gründung 2020 bespielte die FORWARD DANCE COMPANY u.a. den Deutschen Pavillon auf der Biennale di Venezia 2023 und eröffnete das Kunstfest Weimar 2024.
go plastic company

Foto: Jana Mila Lippitz
Die go plastic company (Dresden / Leipzig) erforscht seit Jahren die Schnittstellen von zeitgenössischem Tanz, Performance und hybriden Formaten. Ihre Arbeiten verbinden körperliche Präzision mit markanten Klang- und Bildräumen und übersetzen diese in choreografische Denkbewegungen. Seit 2023 richtet sich der Fokus auf Audio-Deskription als ästhetische Kraft: als choreografische Stimme, dramaturgische Schicht und poetische Erweiterung der Bühne.
Irina Pauls

Foto: Jana Mila Lippitz
Irina Pauls spiegelt in ihrer vierzigjährigen künstlerischen Arbeit gesellschaftliche Umbrüche vor und nach 1989/90. Kontinuierlich recherchiert sie u.a. sich wandelnde Beziehungen zwischen Menschen in der Bergbaufolgeregion im Leipziger Südraum. In der verformten und ausgekohlten Landschaft sucht Pauls das darin liegende Potenzial für Erneuerung: Rituale werden wiederbelebt und verbinden sich mit zeitgenössischen Tanzformen. Ein neuer Umgang mit kulturellem Erbe schafft tanzende Gemeinschaften.
Miller de Nobili

Foto: Alexander Miller
Miller de Nobili ist das gemeinsame künstlerische Projekt von Maria Chiara de’ Nobili und Alexander Miller. Mit Wurzeln im Breaking, urbanen Tanz, zeitgenössischem Tanz und Schauspiel verschmelzen ihre Arbeiten heterogene choreografische Sprachen zu einer gemeinsamen körperlichen Form. Das Ensemble versteht Tanz als künstlerische Sprache mit sozialer Verantwortung und schafft zugängliche Performances, die sich durch radikale Körperlichkeit und technische Präzision mit aktuellen Spannungen und unseren gemeinsamen sozialen Realitäten auseinandersetzen.
Sahar Damoni

Foto: Dirk Rose
Sahar Damonis künstlerische Praxis entspringt verkörperter Forschung, zeitgenössischem Tanz und Physical Theatre. Sie erforscht Traumata, Psychologie und die Erfahrungen von Frauen in palästinensisch-arabisch-christlichen Kontexten. Durch somatisches Gedächtnis, Vibration, Zittern und eine „Archäologie des Fleisches“ enthüllt sie verschwiegene Erzählungen. Ihre Arbeit hinterfragt die dem Körper auferlegten soziopolitischen Beschränkungen und verwandelt Performance in Resilienz, Widerstand und verkörperte Freiheit.
Eine Kooperation zwischen HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Landesverband der Freien Theater Sachsen, Societaetstheater Dresden, TanzNetzDresden und Villa Wigman e.V. im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2026.


