Neben den 13 Produktionen der Tanzplattform Deutschland 2026 hat die Jury zehn weitere Künstler*innen eingeladen: An zwei aufeinanderfolgenden Tagen präsentieren jeweils fünf von ihnen in Pitching Sessions dem Fachpublikum Einblicke in ihre künstlerische Praxis.
Im Anschluss an die Präsentationen besteht Gelegenheit für Fragen, vertiefende Gespräche und informellen Austausch.
Adam Russell-Jones

Foto: Lukas Staedler
Adam Russell-Jones ist Tanzkünstler aus dem Vereinigten Königreich und lebt in Berlin. Mit einer Ausbildung im klassischen Ballett und einer Karriere bei einigen der renommiertesten Tanzcompanies Europas, konzentriert sich seine Arbeit aus choreografischer Perspektive auf die Themen Arbeit, Klasse und Erschöpfung.
Constantin Trommlitz

Foto: Constantin Trommlitz
Constantin Trommlitz ist Choreograf und Filmemacher mit einem Hintergrund im Breaking. Mit seiner Methode „Dynamic Connection“ entwickelt er einen choreografischen Ansatz, der Gemeinschaft und Authentizität zugleich ermöglicht. Tänzer*innen unterschiedlicher Hintergründe können sich darin sowohl in Bewegung als auch in ihrer Intention verbinden – und dabei ihrem eigenen Stil treu bleiben.
Am Dienstag, 17. März 2026 präsentiert explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum das Pop Up „Tie Break“ von Constantin Trommlitz in einer Dresdner Schule. Interessierte Veranstalter*innen wenden sich für mehr Informationen bitte an: Franziska Ruoss (künstlerische Projektkoordination explore dance in HELLERAU): ruoss(a)hellerau.org. Der Eintritt ist frei.
Fia/Sophia Neises

Foto: Alexandra Polina
Fia/Sophia Neises ist Performerin, Choreografin, Access-Dramaturgin und Behindertenrechtsaktivistin. Ihre künstlerische Forschung basiert auf den aesthetics of access. Derzeit interessiert sie sich für die Spannung zwischen Abstraktion und Verpassen. Ihre letzte Arbeit „BIOFUCK“ ist ein liebevolles politisches Statement zu queerer und behinderter Erinnerungskultur.
Lotte Mueller

Foto: Jana Mila Lippitz
Lotte Mueller untersucht die Verbindung von zeitgenössischem Tanz, Zirkuskunst und Live-Musik. Mit ihren Stücken eröffnet sie Räume, in denen aktuelle gesellschaftliche Fragen, wechselseitige Abhängigkeiten und zwischenmenschliche Kommunikation erfahrbar werden. Ihre feine Tragikomik schafft dabei eine zugängliche Brücke zum Publikum.
SHIBUI Kollektiv

Foto: Marc Doradzillo
Emi Miyoshi erforscht die im japanischen Wort SHIBUI verankerte Tiefe, die durch Zeit und Erfahrung entsteht. Sie verbindet Tanz, Musik, bildende Kunst und soziale Praxis zu poetischen Räumen, in denen Erfahrungen wie Identität, Verbundenheit und Vergänglichkeit aus inneren Schichten hervortreten und körperlich spürbar werden.
Moderation: Niklaus Bein (Stellvertretende Leitung, Dramaturgie & Projektkoordination, K3 -– Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg)
Colette Sadler

Foto: Agustin Farias
Colette Sadlers multidisziplinäre choreografische Arbeit konzentriert sich auf die transformative Kraft des menschlichen Körpers – imaginiert durch seine Beziehung mit dem Nicht-Menschlichen. Mit Hilfe von Fiktion überschreiten die Körper in ihren Werken Grenzen: zwischen Leben und Tod, Realem und Virtuellem, Vergangenheit und Zukunft, Organischem und Künstlichem.
Cranky Bodies a/company

Foto: Michiel Keuper
Praktiken und Strategien der Improvisation bilden das Herzstück der Arbeitsweise von Cranky Bodies a/company. Das Ensemble wurde 2020 von Peter Pleyer und Michiel Keuper sowie einem internationalen Kreis von Tänzer*innen gegründet. Ziel ist es, interdisziplinäre choreografische Ensemble-Arbeiten durch nicht-hierarchische, kollektive Arbeitsweisen weiterzuentwickeln.
Polymer DMT/Fang Yun Lo

Foto: Sabrina Weniger
Die aus Taiwan stammende Choreografin Fang Yun Lo arbeitet seit 2011 unter dem Label Polymer DMT. Von intimen Tanzstücken hat sich ihr künstlerischer Fokus in Richtung (halb-)dokumentarisches Tanztheater sowie Tanz für junges Publikum erweitert. Themen sind soziale und politische Fragen, vor allem im Bereich des Zusammenlebens von Menschen aus verschiedenen Kulturen.
Yeliz Pazar

Foto: Sabrina Weniger
Mit ihren Wurzeln in „self-taught“ Tanzkulturen schafft Yeliz Pazar Plattformen und Bewegungsformate, die unterrepräsentierten Tanzstilen, Menschen und Körpern Sichtbarkeit geben. In ihrer Pionier- und Community-Arbeit im Tanzstil Waacking organisierte sie das erste internationale Festival und kreierte das erste Waacking-Tanztheaterstück in Deutschland.
ZINADA

Foto: Jonas Zeidler
ZINADA ist ein Performance-Kollektiv unter der Leitung von Jin Lee und Jihun Choi mit Sitz in München und Seoul. Ihre Werke beschäftigen sich mit Themen wie Umsiedlung, Adoleszenz, Dissonanz und vererbter Trauer, die sie in poetischer und körperlicher Form entfalten. Die Werke sind für ein Publikum jeden Alters zugänglich.
Moderation: Gregor Runge (Künstlerische Co-Leitung Unusual Symptoms / Theater Bremen)