Festspielhaus Hellerau

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LINIE 08

Vergangene Termine

  • Fr 01.07.11 21:30
  • Sa 02.07.11 21:30

Valentina Cabro/Sascha Henkel/Gary Hurst // Teresa Hackel // Jana Ressel/tanzLOOPS

Valentina Cabro/Sascha Henkel/Gary Hurst

Somethings of Nothing

Schmerzerfahrung der Seele, innere Wunde und unsichtbares Blut sind nicht die Themen dieses Stückes, sondern eine menschliche Tatsache, die ihre Raum- und Zeitbahnen zieht und in einen ästhetischen Kontext fließt. Die Tänzerin und Choreografin Valentina Cabro schichtet in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Gary Hurst und dem Musiker und Komponisten Sascha Henkel ein Tanztheaterstück, das sich dem Nancy Spero Saal wie auch dem Leben nicht entziehen kann.

Teresa Hackel

Be quiet

Ein Trip in Bildern beginnt hinter der Stirn.

Bilder und Symbole stürmen - der ganze Körper ein System – horchen, riechen, beobachten, vergleichen, ducken. Getrennt von der Welt – Nabelschnur zur Welt – drohender Genickbruch - Verlust aller Zähne. Zitternd – deformiert - untergetaucht - zum Abschuss bereit. Die Ahnung einer Möglichkeit hüpft im Augenblick vorbei. Einordnen, Anpassen, Ausbrechen - das Bewegen in Systemen und vorgefertigten Bildern - das Leben als Schablone - Bewegungen des Körpers - Fotoalbum verschiedener Passformen und Deformationen – ständige Wiederholung. Die Ahnung einer kraftvollen Sehnsucht bricht immer wieder durch.

Jana Ressel/tanzLOOPS

Perform perspective II

Was haben Chopin und Einstein gemeinsam? Sie beweisen die Dehnbarkeit der Zeit.

Ein Musiker, ein Tänzer im besten Alter! Die Bühne ein Guckkasten, ein Moviepicture -ein akustischer Raum dem Betrachter freigegeben und doch begrenzt. „Chopin süßes Schmachten“ ertönt „Wie viel Schönes birgt dieses Stück?“ so die Frage von R. Schumann zu Chopins Musik. Dazu das Idealbild Mensch: Jung muß er sein, dynamisch, makellos und schön. Perform Perspective II stellt die Frage bezogen auf die Angst nach dem Verlust der Jugend und antwortet mit emotionalen Bildern und dem Tanz einer jungen Frau. „Hören Sie nicht auf, ich brauche heute Abend Trost!“ 


Dresdner Neueste Nachrichten / 05.07.2011

Es sind Arbeiten von un dmit Tänzerinnen, Choreografinnen, die in Dresden gut bekannt sind. Und deren eigenwillige Handschriften einen kontrastreichen Abend formen. Valentina Cabro zum Beispiel hat mit Gary Hurst (Video) und Sascha Henkel (Gitarre) ein konswquentes Raum- und Klangbild entworfen, das mit erstarrten Bewegungen von Verkrustungen erzählt, die Körper und Wahrnehmung auf eine Weise lähmen, dass ein Fortkommen kaum mehr möglich ist. (...) Auf gewisse Weise verstörend, aber frei von aufgesetzten theatralen Mitteln, erzählt Teresa Hackel quasi aus dem Stand und mit verdichteter Bewegungssprache eine GEschichte, die beredt und höchst eigenwillig ist. Sie "entspringt" ihren Gedanken und Empfindungen, erfasst den Körper, lässt trotz scheinbarer Gelassenheit erahnen, wie es in diesem tobt und heraus will, assoziiert die Dualität von Leib und Seele. (...) Dafür setzt Jana Ressel in ihrer Choreografie Perform Perspective II zum Abschluss des Abends bewusst tänzerische Mittel ein, die konfrontiert sind mit einem Konterfei-Video und dem Spiel von Sascha Werchau am Cello. Die Tänzerin Juliane Bauer zeichnet gelöst und eindringlich den Wechsel von Schein und Sein, Tanzlust und -frust, vervielfacht sich auf der Bühne, wird zur Beobachterin ihres eigenen Ichs.

tanznetz.de / 04.07.2011

Drei Frauen, drei starke Stücke, immer dann am stärksten, wenn sie ganz leise, zerbrechlich, völlig schutzlos und ausgelifert dem Publikum jene seltenen Glücksmomente der Authentizität des Rätsels körperlicher Signale vermitteln.

Linie 8 ist die Straßenbahnlinie, die HELLERAU mit dem Zentrum Dresdens verbindet. Linie 08 steht als Projektname für die Verbindung HELLERAUs mit der Stadt Dresden, seinen Künstlern und seiner Tanzszene. Jeden Monat werden unterschiedliche Tanzproduktionen in HELLERAU vorgestellt, deren Auswahl und Abfolge von TanzNetzDresden getroffen werden. Der Produktionsserie liegt die Idee einer Stafette als verbindenden Rahmen zu Grunde: Jede Produktion beginnt mit dem Schlussbild der vorangegangenen Produktion. Damit bekommt die Freie Tanzszene in Dresden die Möglichkeit, sich in ihrer Vielfalt und in einer eigenen Veranstaltungsreihe zu präsentieren.

TanzNetzDresden ist ein seit April 2010 bestehendes Netzwerk, in dem sich professionell arbeitende Tanzschaffende in Dresden (derzeit über hundert) selbst organisieren.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden