Festspielhaus Hellerau

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Vader

Vergangene Termine

  • Fr 20.06.14 20:00
  • Sa 21.06.14 20:00

Tanz 90 min

Peeping Tom

Vader

Koproduktion

Nach ihren in HELLERAU stürmisch gefeierten Gastspielen 32, rue Vandenbranden und For Rent kehrt die belgische Kompanie Peeping Tom mit ihrer neuen Produktion Vader ins Festspielhaus zurück.

Im neuen Stück von Peeping Tom ist der Vater (flämisch "Vader"), verkörpert durch Léo de Beul, Mittelpunkt eines kuriosen Altersheims.
Er folgt dem Rhythmus seiner täglichen Rituale, umringt von sechs Tänzern und zehn Statisten. Gemeinsam stimmen sie Lieder an, getränkt mit Erinnerungen und Nostalgie. Wenn die Kinder ihren Vater besuchen, entlockt ihm ihre Energie bisher Ungesagtes. Es wird Zeit für ihn zu überlegen, was er ihnen hinterlassen will. Vielleicht besteht das Erbe in einem schwer wiegenden Geheimnis?

Das Alter verändert die Wahrnehmung, rüttelt an lebenslangen Grundsätzen, bringt den eigenen Rhythmus durcheinander und lässt die Leidenschaft abkühlen. Die Zeit des Beichtens bricht an, aber ist es nicht auch Zeit, den Boden frei zu räumen und zu tanzen?

Dresdner Neueste Nachrichten / 23.06.2014

Sie sind einfach großartig, diese Alleskönner der im Jahre 2000 von Gabriela Carrizo und Franck Chartier in Brüssel gegründeten Tanztheatergruppe Peeping Tom. Und es ist ein absolutes Glück, dass die Zuschauer im Festspielhaus Hellerau nun schon mit einer dritten Produktion derselben beschenkt worden sind. [...] Kurios und mit Schärfe sind diese Szenen gezeichnet, als ob ein Scanner langsam das äußere Erscheinungsbild abfährt und letztlich das Unsichtbare, Versteckte sichtbar macht. Chartier nutzt dabei die schon bekannten wie auch noch zu entdeckenden Qualitäten und Mehrfachbegabungen seiner Spielergemeinschaft, lässt sie in schöner Fragilität singen und musizieren, entwirft in physisch fordernder Bewegungssprache ein Bild für Strauchelnde, sich Abfedernde, die vergeblich versuchen, auf die Füße zu kommen.

Dresdner Kulturmagazin / 20.06.2014

Bereits zum dritten Mal erfreut die belgische Kompanie Peeping Tom mit ihrem verstörenden Tanztheater Dresden. Ihre außergewöhnliche Handschrift hat sich inzwischen herumgesprochen. Das Festspielhaus platzte am Freitag wieder aus allen Nähten. [...] Eine Tänzerin schrumpft vor den Augen des Publikums in sich zusammen, wird fahrig in den Gesten, bis ihre Stimme ins Komische kippt und sie schließlich als Alte mit knochigem Kiefer und starren Fingern im Rollstuhl landet. Diese Verwandlung, gänzlich ohne Kostümwechsel oder Maske, ist schlichtweg unbeschreibbar.

tanznetz.de / 13.05.2014

So surreal verrückt, so grausam, zärtlich und hintergründig zugleich wie Peeping Tom weiß oder wagt kaum jemand sonst in der zeitgenössischen Tanzszene auf der Bühne zu erzählen.

Die Rheinpfalz / 12.05.2014

Es ist keine lineare logische Geschichte, die Peeping Tom und dessen Leiter Franck Chartier und Gabriela Carrizo ersonnen haben, sondern ein Puzzle von angedeuteten Geschichten, in denen Perspektiven und Zuordnungen in ständigem Fluss sind. Gegenwart vermischt sich mit übermächtiger Vergangenheit und beängstigender Zukunft. Befreiendes Lachen durch absurde Komik löst die Melancholie tragischer Unabänderlichkeit ab.

www.peepingtom.be

Produktion: Peeping Tom

Regie: Franck Chartier

Regieassistenz/Dramaturgie: Gabriela Carrizo

Performer:
Leo De Beul, Marie Gyselbrecht, Hun-Mok Jung, Simon Versnel, Maria Carolina Vieira, Yi- Chun Liu and Brandon Lagaert, with the support of Eurudike De Beul

Künstlerische Assistenz: Seoljin Kim, Camille De Bonhome

Sound composition and arrangements: Raphaëlle Latini, Ismaël Colombani, Eurudike De Beul and Renaud Crols

Ton: Yannick Willox

Licht: Giacomo Gorini and Peeping Tom

Kostüm: Peeping Tom and Camille De Bonhome

Bühnenbild: Peeping Tom and Amber Vandenhoeck

Technische Leitung: Filip Timmerman

Produktions- und Tourmanagement: Anastasia Tchernokondratenko

Company-Manager: Quentin Legrand

Koproduktion:
Theater im Pfalzbau (Ludwigshafen), Royal Flemish Theatre - KVS (Brüssel, BE), GREC Festival (Barcelona, S), HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Théâtre de la Ville (Paris, FR), Maison de la Culture (Bourges, FR), La Rose des Vents (Villeneuve d'Ascq, FR), Le Printemps des Comédiens (Montpellier, FR)

Mit freundlicher Unterstützung von:
Szene Salzburg Sommerfestival
The Flemish authorities

Europäisches Zentrum der Künste Dresden