Festspielhaus Hellerau

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TONLAGEN 2014

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Preis inklusive ausgesuchter Weine und einem Sechs-Gänge-Menü.

Tickets nur im Vorverkauf bis zum 23.10. erhältlich.

Vergangene Termine

  • Sa 25.10.14 17:00

Konzert ca. 8 Stunden

Klangforum Wien

Symposion – Musik und Klang

Ein Rausch in acht Abteilungen

Langsam und mit Anmut haben die Alten bei ihren Zusammenkünften getrunken. TONLAGEN belebt die Tradition des griechischen Gastmahls, bei dem Platon, Sokrates, Alkibiades, Aristophanes und Freunde den Wahrheiten des Lebens auf den Grund gingen. Musik und Wein in einem sorgfältig zusammengestellten Rausch in acht Abteilungen – das Symposion des Klangforum Wien ist ein Kunstereignis für alle Sinne.

Der Ablauf des rund achtstündigen Abends entspricht den gedachten Stadien eines möglichen Rauscherlebnisses: Sowohl die erlesenen Kompositionen – wahlweise im Sitzen oder Liegen zu genießen – als auch die in sieben Pausen gereichten passenden Weine und Speisen führen von leichter Beschwingtheit über gehobene Stimmung bis zu rauschhaft veränderter Wahrnehmung.

TONLAGEN lud bereits 2009 zum Symposion mit dem Klangforum Wien und die, die dabei waren, schwärmen noch heute davon. Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposion steht das Klangdenken des italienischen Komponisten Giacinto Scelsi, eine der komplexesten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine musikalischen Ideen entwickelte er an der Ondiola, einer Frühform des Synthesizers, die Viertel- und Achteltöne produzieren konnte. Hinzu kamen Improvisationen auf einer Vielzahl von ungewöhnlichen Instrumenten vorwiegend asiatischen Ursprungs. Seine musikalischen Skizzen nahm er auf Tonband auf und ließ sie für Orchesterinstrumente transkribieren.

Um die spezifischen Klangeffekte im Konzertsaal seinen Vorstellungen entsprechend reproduzieren zu können, forderte Scelsi unorthodoxe Spielweisen und entwickelte etwa spezielle Bögen und Dämpfer für Streich- oder Filter für Blasinstrumente. Auf der Grundlage unveröffentlichter Tondokumente aus dem Archiv der Fondazione Isabella Scelsi komponierten Ragnhild Berstad, Georg Friedrich Haas und Uli Fussenegger neue Werke für das Klangforum Wien.

Giacinto Scelsi
Kompositionsskizze Anahit NMG0177-309
Anahit (1965)
Rucke di Guck (1957) für Piccoloflöte und Oboe
Mantram für Kontrabass
Tre pezzzi für Sopran-Saxophon
Aitsi (1974) für verstärktes Klavier
Ragnhild Berstad cardinem (2014)
Giacinto Scelsi 4. Streichquartett (1964)
Pierluigi Billone Mani.Stereos für Akkordeon
Giacinto Scelsi Elohim (1965/67)
Agata Zubel NOT I (2010)
Giacinto Scelsi I presagi
Klaus Lang der dünne wal (2012)
Georg Friedrich Haas Introduktion und Transsonation (2013)
James Tenney ’SCEND for SCELSI (1996)
Giacinto Scelsi Okanagon (1968)
Uli Fussenegger San Teodoro 8.1 (un omaggio) (2014)


Klangforum Wien
Agata Zubel, Sopran
Markus Deuter, Oboe
Gerald Preinfalk, Saxophon
Gunde Jäch-Micko, Violine
Uli Fussenegger, Kontrabass
Krassimir Sterev, Akkordeon
Peter Böhn & Florian Bogner, Klangregie
Johannes Kalitzke, Dirigent
Sven Hartberger, Symposiarch


Eine Produktion des Klangforum Wien. Gefördert von Erste Bank Österreich, Fondazione Isabella Scelsi, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Ernst von Siemens Musikstiftung.

Die Veranstaltung wird vom Deutschlandfunk aufgezeichnet.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden