Ausstellung

Triebkräfte

25.11.–16.01.2011

Linie und Bewegung

3/1,50 €

  • 01/01

Sechs künstlerische Positionen untersuchen die Linie als Bewegungsspur auf der Fläche und im Raum, wobei das Festspielhaus Hellerau eine die Phantasie anregende und den Intellekt herausfordernde Verwandlung erfährt. Die Dramaturgie der Rauminszenierungen umfasst reale sowie virtuelle Abläufe und kulminiert in Musik (Günter ‚Baby‘ Sommer). Räume wachsen ins Unendliche oder werden begrenzt. Brüche und Aufbrüche werden sichtbar. Die Linie tänzelt auf der Fläche (Jana Morgenstern) oder beschreibt fiktive Landschaften, die sich in Dioramen verorten (Gudrun Brückel). Linien entwickeln als Wandobjekte, aus geometrischen Grundformen bestehend, eine eruptive Kraft, die sich im Raum als fragiler Drahtkörper oder farbige Holztafel manifestiert (Günter Schöttner). Natur hält Einzug ins Festspielhaus in fließenden Linien von grünem Wasser (Heidemarie Dressel), wobei architektonische Grundstrukturen des Gebäudes lebendig betont werden.Der Fußboden gerät ins Wanken, wird durchlässig (Sandor Doro) und die Umgebung erfasst eine Licht-Linien-Installation (Kerstin Franke-Gneuß).

Am Anfang des Jahres 2010 zog der Neue Sächsische Kunstverein mit der Ausstellung „Einen Ort herstellen“ Aufsehen erregend in das Festspielhaus ein, nun werden bildkünstlerische „Triebkräfte“ aktiviert, die den Besucher aus einem passiven Staunen zu aktiver Kommunikation anregen.