TonLagen 2011

Anna Friederike Potengowski / Georg Wieland Wagner Ventos

10/5 €

Bilder + Video

  • 01/02

Wie klangen Instrumente vor 39.000 Jahren?
Anna Friederike Potengowski und Georg Wieland Wagner machten sich auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Instrumente, nach den Wurzeln kulturellen Handelns überhaupt. Und sie wurden fündig: Die Flöte aus dem Flügelknochen eines Singschwans ist 12,6 Zentimeter lang, hat drei Grifflöcher und einen Tonumfang von zwei Oktaven. Gefunden in der Geißenklösterle-Höhle auf der Schwäbischen Alb, wurde sie vermutlich von den ersten Menschen, die nach der Eiszeit Europa wieder besiedelten, gespielt. Wissenschaftler haben diese und weitere Flöten desselben Fundareals aus Splittern zusammengesetzt und datieren sie auf ein Alter zwischen 37.000 und 39.000 Jahren. Damit sind die Flöten der älteste Nachweis für Musikalität des Homo sapiens.
Wozu inspirieren die elementare Besetzung Flöte und Trommel, Atem und Rhythmus und die musikalischen Möglichkeiten einer urzeitlichen Flöte zeitgenössische Komponisten, Musiker und das Publikum?
Werke der Komponisten Blazej Dowlasz, Caspar René Hirschfeld, Georg Wieland Wagner, Martin Daske und Peter Helmut Lang geben originelle und ganz unterschiedliche Antworten.

Pressestimmen

So könnte sie also geklungen haben, die Steinzeitflöte: unscheinbar filigran und schmächtig, fast piepsend. Das Schrille und Laute moderner Vertreter ist ihr völlig fern. Bezeichnenderweise. Das kleine Publikum im Nancy-Spero-Saal des Festspielhauses ließ sich von Potengowski und Wagner gern auf eine Zeitreise mitnehmen.

Sächsische Zeitung 13.10.2011

Flöten Anna Friederike Potengowski
Schlagwerk Georg Wieland Wagner

Dauer: ca. 70 min