TonLagen 2010

Morton Feldman / Jörg Herchet / Ernst Helmut Flammer Principal Sound

10/8 €

  • 01/01

Namen Gottes heißt eines von vier Büchern, die von einem griechischen Anonymus des 4. Jahrhunderts („Dionysius Areopagita“) überliefert wurden. Alle Namen stehen für mannigfaltige Eigenschaften des allumfassenden Gottes und versuchen so, an sein Wesen zu rühren. Jörg Herchets Komposition 3 für Orgel enthält 43 Namen Gottes (43: die Zahl des Geheimen, Verborgenen), symmetrisch gruppiert in sieben Hefte. Doch bleibt das Werk offen; die jeweilige Beziehung der von einem Organisten getroffenen Auswahl einzelner Stücke ist „nichts anderes als gleichfalls ein Name Gottes“ (Jörg Herchet). Der Titel des Orgelwerkes Le mystère trilogie unique éternelle bezieht sich einerseits auf die göttliche Trinitas, andererseits auf ein geistiges Konzept der Antike: die Dreieinigkeit von Natur (Materie), Geist und Gestalt (als der durch den Geist geformten Materie). Das Werk wurde anlässlich des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche komponiert und „spürt dem Großen im Sinne eines universalen Kathedralraums nach, ohne zu sehr einem romantischen Klangideal verpflichtet zu sein“ (E. H. Flammer).

Principal Sound ist Morton Feldmans einzige Orgelkomposition, geschrieben aus Begeisterung für den grundtönigen Klang amerikanischer Konzertorgeln.

Das Werk auf eine Orgel mit neobarock beeinflusstem Obertonaufbau zu übertragen, stellt die Interpretation vor erhebliche Schwierigkeiten, eröffnet aber gleichzeitig verborgene Aspekte der Komposition.

Morton Feldman
Principal Sound

Jörg Herchet
Namen Gottes
komposition 3 für orgel nr. X

Namen Gottes*
komposition 3 für orgel nr. XVIII
Uraufführung

Ernst Helmuth Flammer Le mystère trilogie unique éternelle

Das nächste Konzert der Orgelreihe modus vivendi findet am 15.10.2010, 17.00 Uhr in der Dreikönigskirche statt:

Katrin Paulitz und Tino Knappe
Tsweens A oder entfalteter Zwischenraum Flöte und Orgel

Konzert der Sächsischen Gesellschaft für Neue Musik im Rahmen der Orgelreihe modus vivendi in Kooperation mit Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste