Tanz
Derevo Harlekin
19/10€
Der Duft des vergessenen, armen Theaters umweht HARLEKIN.
DEREVO widmet diese Produktion dem alten Theater der Masken, der mittelalterlichen, höfischen Pantomime und der Kunst der umherziehenden Puppenspieler und Straßenclowns.
Beim Zoll trug ich im Formular "Harlekin" als Beruf ein.
Der Polizist fragte mich, was das bedeuten soll.
Ich antwortete: "Das mache ich seit vielen Jahren im Theater".
"Sie hätten 'Schauspieler' schreiben sollen", sagte er.
Ich entschuldigte mich. Er lächelte.
Als ich vom Fenster wegging, fühlte ich seinen Blick im Rücken. Und merkte plötzlich, dass mein Gang anders war!! Leichter, knalliger... verjüngt um dreihundert Jahre.Anton Adassinsky
Idee, Inszenierung und Ausstattung: DEREVO
Künstlerische Leitung: Anton Adassinsky
Pressestimmen
Dresdner Neueste Nachrichten 19.12.2009 zu Harlekin / Derevo •So beginnt als Uraufführung im Festspielhaus hellerau die jüngste Produktion Harlekin von Derevo, und es ist zu ahnen, dass die beiden Figuren Harlekin und Columbine (...) schon bald zu Leben erweckt werden. In Gestalt von zwei Erzkomödianten: Elena Yarovaya und Anton Adassinsky. Sie jonglieren freu und abenteuerlich mit den Vorstellungen dieser Gestalten, wie sie aus Frankreich, Italien oder vom Russischen Ballett her bekannt sind, kippen dabei jegliche Erwartung und bringen einen wahren Derevo-Spross hervor (...) Das mit Derevo längst vertraute Fan-Publikum entdeckt natürlich auch in diesem neuen Stück Momente, die so oder ähnlich bereits in früheren Produktionen zu sehen waren. Aber gerade dieses ideenreiche Hangeln entlang der eigenen Fantasie, das Ausbrechen aus Trends und modischen Effekten, Einfangen alter und neuer Ideen ist quasi ihr Markenzeichen – sie fabulieren, erinnern sich, assoziieren, sind signifikant in der speziellen Sprache.
Sächsische Zeitung 19.12.2009 zu Harlekin / Derevo •Die Inszenierung schöpft ihren Zauber aus der Welt der Verliebten wie aus dem unlauteren Wesen der Dinge. Adassinsky ist für die Angebetete mit Hingabe Tür, Schaukelstuhl und Dusche, als Bett aber ein Schrecken. Die Klimperpuppe Jarowaja kreischt, wenn er ihren Hut berührt (...) Derevos Spiel demonstriert, dem japanischen Butoh verwandt, was jemand nicht leisten kann. In solchen Szenen steckt die Härte des Märchenspiels, eine Wahrheit über die Verfassung des Menschen: Man ist in den wichtigen Angelegenheiten Autodidakt. Auch der Harlekin muss die entscheidenden Lektionen ohne Lehrer lernen. (...) Derevo feiert im Harlekin das Kapital der eigenen Kunst und erntet dafür nach zwei Stunden starken Beifall.
kultiversum.de 17.12.2009 zu Harlekin / Derevo •Doch letztlich sind es die beiden wunderbaren Darsteller, die in kleinen und doch sehr poetischen Geschichten den Harlekin und seine Komik auf der Bühne erstehen lassen. Zu Recht brandete den Künstlern mit dem Vorhang frenetischer Applaus entgegen.
Das Theater DEREVO wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden / Amt für Kultur und Denkmalschutz. In Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste.

