Theater

norton.commander.productions. Das kalte Herz

Eine musikalische Performance über Geld, Macht und andere Potenzen

19/10 €

Bilder + Video

  • 01/04

A Ach, endlich mal wieder ohne schlechtes Gewissen Champagner trinken…

B Es lebe das Kapital! Prost!

A Mir geht es finanziell schlecht und da dachte ich mir, es könnte noch was Besseres aus mir werden, und wenn ich andere sehe, wie weit die es in kurzer Zeit gebracht haben…

B Ja ja, selten ist einer mit dem zufrieden, was er hat.

norton.commander.productions. untersuchen auf musikalischen/ filmischen und performativen Wegen das Märchen von Wilhelm Hauff und die kapitalen Helden mit und ohne Herz. Wettbewerb, Doppelmoral und animalische Sehnsüchte am Busen der Natur transformieren die Geschichte über das herzlose Wesen der Ökonomie in eine Gegenwart voller Widersprüche und schwarzer Träume. Die erkaufte Herzlosigkeit und der daraus resultierende Reichtum erlaubt nicht nur die noble Geste des Mitleids, sondern auch das melancholische Schwelgen im Gestern und die Frage: Wieviel Eis im Herz braucht der Mensch zum Überleben?

Nach umjubelten Gastspielen in Frankfurt und Düsseldorf kehrt die Musikperformance „Das kalte Herz“ von Harriet Maria und Peter Meining für zwei Aufführungen an ihren Entstehungsort zurück. Norton.commander.productions. untersuchen in dieser Produktion auf musikalischen, filmischen und performativen Wegen das Märchen von Wilhelm Hauff und die kapitalen Helden mit und ohne Herz. Wettbewerb, Doppelmoral und animalische Sehnsüchte am Busen der Natur transformieren die Geschichte über das herzlose Wesen der Ökonomie in eine Gegenwart voller Widersprüche und schwarzer Träume. Die erkaufte Herzlosigkeit und der daraus resultierende Reichtum erlaubt nicht nur die noble Geste des Mitleids, sondern auch das melancholische Schwelgen im Gestern und die Frage: Wieviel Eis im Herz braucht der Mensch zum Überleben?

Pressestimmen

›Das kalte Herz‹ von norton commander ist eine anderthalbstündige Hauff-Horror-show, eine Märchenexegese in Zeiten des Turbokapitalismus, ein wuchtiges Konzert mit Spielszenen.

Frankfurter Rundschau 14.12.2009 zu Das kalte Herz •

Als Vorlage haben Harriet Maria und Peter Meining diesmal Das kalte Herz von Wilhelm Hauff gewählt, daraus eine eigene Textfassung gestrickt, diese bebildert und in der Summe ein anderthalbstündiges Gesamtereignis geschaffen, das wie eine Brücke aus dem romantisch-deutschen Märchenwald ins spiegelglas-fassadige Wunderwirtschaftszeitalter von heute schlägt.(...) Die szenischen Brüche machen das Programm kurzweilig, nah am Absurden lauern Pointe und Witz, dicht dran auch Erschrecken. Im Wechsel von elektronischem Gitarrenglast, Schreiorgien und der geradezu selbstzerstörerisch anmutenden Grenzerfahrung einer Nummer aus Fressen und Saufen spricht Wilhelm Hauff aus dem Blondschopf, scheint alle Sattheit ganz schön ausgehungert zu sein. Bis zur Erlösung des Peter Munk und all seiner Opfer gelingt Das kalte Herz von norton.commander zu einer atemberaubend dichten Performance, über der schließlich sinnbildnerisch sechs rote Herzen schweben.

Dresdner Neueste Nachrichten 02.11.2009 zu Das kalte Herz •

Mit Jochen Arbeit, Mark Boombastik, Jörn Burmester, Irm Hermann Juliane Werner, Christian Wittmann, Nikolaus Woernle Regie/Buch/Bühne: Harriet Maria und Peter Meining Musikkonzeption: Nikolaus Woernle Kostüme/Ausstattung: Andy Besuch Kamera: Martin Bochmann Bauten: Welko Dimitrov Filmsponsoring: adhoc Film & Fernsehproduktion GmbH / René Biermann

norton.commander.produktions. in Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Mousonturm Frankfurt am Main, Tafelhalle Nürnberg, FFT Düsseldorf und HAU Berlin gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Kulturamt der Stadt Dresden, Fond Darstellende Künste