Tanz

Dave St-Pierre Company Creation 2012

19/10 €

Termine

  • 08.02.2013 20:00
  • 09.02.2013 20:00

Bilder + Video

  • 01/06

Dave St-Pierres Suche nach wahren Gefühlen, nach sehnsüchtigem Begehren, dunkler Gier und bedingungsloser Liebe ist herausfordernd-wild und poetisch-sanft zugleich. Die Körper seiner Tänzer sind meist nackt, oft provozierend in ihrer animalischen Brutalität und schockierend in ihrer lasziven Frivolität. Doch unter der Oberfläche dieser rohen Fleischlichkeit wird eine tiefe Sehnsucht spürbar, ein Verlangen nach Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit. Irritation und Verstörung weichen, die Nacktheit wird zum berührenden Sinnbild einer unverfälschten, authentischen conditio humana.

2011 mit La pornographie des âmes und Un peu de tendresse bordel de merde! vom Dresdner Publikum gefeiert, kommt seine neueste Arbeit Creation 2012 nach HELLERAU: In einem streng reduzierten Bühnenbild, mit wenigen Requisiten, aber zahlreichen Tänzern, zeichnet der kanadische Choreograf ein emotionales Spiel der Gegensätze. Er erzählt voller Selbstironie davon, was wir sind, was die Welt aus uns zu machen sucht und lässt die Zuschauer an zwischenmenschlichen Dramen, geheimen Obsessionen und großen Fantasien teilhaben. Dabei treibt er seine Tänzer und seine Themen bis über die Schmerzgrenze ins Extreme, macht die Unmittelbarkeit der Körper in praller Wucht erlebbar und beschreibt die Liebe als Illusion. Dave St-Pierre gestaltet den Abschluss seiner Trilogie über menschliche Utopien als Tanztheaterstück über die Gesellschaft, ihre Oberflächlichkeit und ihre Defizite und über den Menschen, der sich erst in seiner Verletzlichkeit dem Mensch-Sein öffnet.

Das Schlimmste an diesem unvermeidlichen Treffen zweier Wesen ist, die plötzliche blitzschlagartige Gewalt zu erleben und sich fatal und hoffnungslos zu verlieben ... und derart vom Verlangen zerfressen zu werden, dass man am liebsten sterben würde. (Dave St-Pierre)

Ausschnitt aus Creation 2012

Pressestimmen

Die Nacktheit der Tänzer, beim ersten Auftritt der Company in Hellerau im März 2011 noch ein durchaus provozierend auf das Publikum erichtetes Element, ist jetzt allein Kostüm. Im Versteck dieser Maske wendet Dave St-Pierre einen ungeheuren Vorrat an Gesten und Symbolen auf, die von antiken Statuen, Gemälden des Barock, Schauwettkämpfen und Selbsterfahrungsgruppen herstammen. (...) Verblüffend und großartig, wie der Choreograf mit Mitteln der Kultur zeibt, was möglicherweise vor aller Kultur liegt: ein Fühlen ohne Vorbedingung.

Sächsische Zeitung 11.02.2013

Zur Besonderheit der Dave St-Pierre Company gehört, dass da nichts so ist wie bei anderen, und voller Lust und Drang überschreiten die Tänzer alle Grenzen, aber man wird ihnen das (mit Ausnahmen) nicht übelnehmen. Schon gar nicht diese unbedingte Nacktheit, die sich, wie die Engländer sagen, einmal mehr als "der Wahrheit bester Schmuck" erweist. (...) Mit seinen Darstellern lebt er eine kompromisslose, einfallsreiche Bühnensprache aus, wechselt zwischen Wucht und Stille, derbem Spaß und sensibler Empfindsamkeit.

Dresdner Neueste Nachrichten 11.02.2013

Die ersten beiden Teile wurden bereits 2011 in Hellerau mit Begeisterung aufgenommen. Auch diese Arbeit ist schlichtweg grandios und bildet einen weiteren der ohnehin nicht wenigen Höhepunkte für Hellerau in diesem Jahr. (...) Dave St-Pierre muten dem Publikum wieder eine ganze Menge zu. Dabei bleibt alles frei von Effekthascherei. Eine simple Lichtgasse, ein paar Tische und der menschliche Körper als Text in Reinform. Und die Verzahnung von Tragik und Humor ist berückend. Wer meint, man könne nicht gleichzeitig weinen und lachen, wird hier eines besseren belehrt.

DRESDNER - das Kulturmagazin 09.02.2013

Für Zuschauer unter 16 Jahren nicht empfohlen.

Eine Produktion von Dave St-Pierre Company in Koproduktion mit Access to Dance 2011-München, La Biennale de Lyon, Fast Terni, Julidans/Stadsschouwburg Amsterdam, Le Maillon-Théâtre de Strasbourg, Maison de la culture Frontenac, Szene Salzburg, Tanzhaus nrw, Tanzquartier Wien, Théâtre Lachapelle.


Im Anschluss an die Veranstaltung am 09.02. Party mit DJ Felix How
DJ Felix How ist in den verruchten Bars und Clubs von Hamburg zu Hause, die er regelmäßig mit einer musikalisch anspruchsvollen Mischung aus Funk, Soul und House zum Kochen bringt. Um sich auf kein Genre festzulegen, nennt DJ Felix How seine Musik lieber "Late Night Boogie" ... Tanzschuhe raus!