Tanz
Tânia Carvalho But from me I can’t escape, have patience!
19/10 €
Die portugiesische Choreografin und Musikerin Tânia Carvalho hat sich für But from me I can’t escape, have patience! intensiv mit den Bewegungsabläufen des Klavierspielens auseinandergesetzt. Sie erkennt darin ein Abhängigkeitsmuster zwischen Musik und Bewegung, das sie zur Arbeit an ihrem aktuellen Stück inspirierte. Die Choreografin selbst sitzt am Klavier und spielt im teilweise ironischen Stakkato miteinander verquickte Klassiker; die vier Tänzer zitieren, verweigern sich, konterkarieren und machen schließlich ihre eigenen Vorgaben. Carvalhos Nähe zum Expressionismus deutscher Schwarz-Weiß-Filme der 20er Jahre ist dabei ebenso unverkennbar wie die Expressivität ihrer Tänzer. Die präzise Choreografie, gepaart mit den starken Tänzerpersönlichkeiten, macht diesen Abend unvergesslich.
Pressestimmen
Dresdner Neueste Nachrichten 31.05.2010 zu But from me I can't escape, have patience! •Was da in einer knappen Stunde im Großen Saal des Festspielhauses geschieht, lässt sich weder thematisch noch stilistisch einer Schublade zuordnen. Es sit eine Art von Tanzkabarett - die Amerikaner sprechen von Comic Ballet -, wie es besonders in den zwanziger, dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, aber auch in der Folge eine Rolle spielte. (...) Dass die Tänzer auch eine klassische Prägung besitzen, ist bei dieser Aufführung nicht zu übersehen. Das gibt den grotesken Mitteln der Darstellung eine deutliche Schärfe und Klarheit, mach es auch unmöglich, das sie ins Beliebige, Burleske abdriften. So entstehen in der beredten, reduzierten Sprache der Körper höchst skurrile Bilder, und wie in einem Film lassen sich die Abläufe sowohl vor- wie auch rückwärts abspulen.
Tiago Bartolomeu Costa/Público 17.05.2008 zu But from me… •Indem Tânia Carvalho in der für sie typischen bescheidenen Formalität und charakteristischen Strenge Musik und Bewegung vereint und einen Bogen über dieses Verhältnis spannt, schafft sie eine Choreografie, die auf ganzer Linie überrascht. Sie setzt damit die Arbeit ihrer letzten zwei erfolgreichen Choreografien fort: die Reduzierung auf das Wesentliche des Dialogs zwischen Musik und Bewegung.
Eine Produktion von Bomba Suicida (Lissabon) in Koproduktion mit O Espaço do Tempo (Montemor-o-Novo). Mit Unterstützung von Uzès Danse, Fundação Calouste Gulbenkian (Lissabon) und Teatro Nacional D. Maria II (Lissabon).









