Constanza Macras/Dorky Park MEGALOPOLIS
MEGALOPOLIS heißt das neue Tanzstück von Constanza Macras, dessen Uraufführung im Januar an der Berliner Schaubühne stürmisch gefeiert wurde. MEGALOPOLIS ist kein spezifischer, sondern ein metaphorischer Ort. Zusammen mit Tänzern und Schauspielern ihrer Kompanie Dorky Park begibt sich Macras an den Schauplatz ihres Interesses: die Stadt unter Einfluss der Globalisierung. Diese Stadt zeichnet sich durch die Unleserlichkeit heutiger Megastädte aus, die in das Chaos hineingeboren werden.
Ihre Gesichtszüge sind ungezügelter Wachstum, Zerfall und eine unendliche Auflösung. Dichte und Enge der Stadt lösen die Grenzen zwischen privaten und öffentlichen Räumen auf, lassen sie beinahe verschwinden. Gleichzeitig zwingt uns diese Grenzenlosigkeit, die Stadt als eine Kollage wahrzunehmen, die aus unzähligen biographischen Schnitzeln besteht. Der Kampf zweier Strassenverkäufer um den besten Platz stellt heute eine existentielle Konfrontation dar und ist morgen schon vergessen. Megastädte sind ein Paradigma für Räume, in denen Menschen zusammen leben, ohne sich zu kennen. Das immer präsente Überwachungssystem bringt nicht nur ständig überwachte Wesen hervor, sondern erzeugt auch eine neue Art der Selbstwahrnehmung. Der Körper einer Person verwandelt sich so in ein expressives Instrument, welches Systeme und Regeln erschafft und zerstört. Welche Wechselbeziehungen haben da noch eine Gültigkeit? Wird die urbane Entwicklung Prinzipien folgen, die uns völlig unbekannt sind? Ist der erkennbare Verfall gesellschaftlicher Beziehungen Ursache oder Konsequenz für die Zeichen des Verfalls unserer Städte? MEGALOPOLIS ist ein Versprechen und ein Fluch. MEGALOPOLIS ist eine strahlende Stadt. MEGALOPOLIS ist ein unkontrollierbares Konstrukt, ständig in Bewegung.
Bilder
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Produktion
Eine Produktion von Constanza Macras/Dorky Park in Koproduktion mit der Schaubühne am Lehniner Platz, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste und MESS Festival Sarajevo. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.
Künstlergespräch
zwischen Constanza Macras und Carmen Mehnert, Programmleiterin Performing Arts in Hellerau, am 27. Februar im Anschluss an die Vorstellung.









