Diskurs

Lesung mit Thomas Rosenlöcher

Literatur der Wende

Eintritt frei

  • 01/01

Gemeinsam mit dem MitteleuropaZentrum der Technischen Universität Dresden und dem Neuen Sächsischen Kunstverein präsentiert Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste im Sommersemester eine Reihe von Lesungen zur Literatur der Wende.

Für die eingeladenen Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist die friedliche Revolution kein Jubiläum, sondern ein werkbestimmendes Thema. Wie beeinflusst ein gravierender Lebenseinschnitt das literarische Werk? Welche Stellung beziehen die Autoren heute zu ihren Texten? Spürt Literatur den tiefen Spuren nach, die der Umbruch in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft hinterlassen hat? Eröffnet sie Diskussions- und Erlebnisräume für die Verunsicherungen, wie sie der Gesellschaftswandel mit sich brachte? Inwieweit kann und konnte Literatur im Wiedervereinigungsprozess sinnstiftend wirken, gerade auch in Abgrenzung zu politischen Aktionen?

Dass Erinnerungen an die DDR, die nach deren Zusammenbruch geschrieben wurden, nicht selten geprägt waren von Verklärung und Larmoyanz, wird zur Diskussion stehen, ebenso wie der heute noch spürbare Verlust der Erfahrungswelt der älteren ostdeutschen Schriftstellergeneration. Auch die Frage nach dem Phantom des „großen Wenderomans“ wird eine Rolle spielen.

weitere Lesungen der Reihe Literatur der Wende:

11.05. Ingo Schulze
01.06. Julia Schoch
15.06. Angela Krauß
22.06. Kurt Drawert