Musik
Les Percussions de Strasbourg Le Noir de L'Étoile
Schlagwerke 01
19 € / 10 €
Wie klingt ein sterbender Stern? Der französische Komponist Gérard Grisey stellt die akustischen Signale der Pulsare (Neutronensterne), die vor 5 Millionen Jahren aus der Explosion einer Supernova entstanden sind – in den Mittelpunkt seiner Komposition, in der Raum, Zeit und Klang eine spektakuläre Verbindung eingehen. Sechs in der Form einer Ellipse angeordnete Schlagzeuger konzertieren mit den „kosmischen Uhrwerken“, deren elektromagnetische Wellen mit einem Radioteleskop eingefangen und live in den Konzertsaal übertragen werden.
Les Percussions de Strasbourg gelten als das Schlagzeugensemble der Gegenwart schlechthin. Ihr Konzert in Hellerau bildet den Auftakt einer Reihe, die sich den vielfältigen Erscheinungsformen perkussiver Musik widmet.
Pressestimmen
Sächsische Zeitung 18.01.2010 zu Le Noir L’Étoile •Wie ein ritueller Kultplatz ist der gut besuchte Hellerauer Konzertsaal am vergangenen Freitag hergerichtet: Im Zentrum das Publikum, ringsherum sechs Klanginseln, jeweils unterschiedlich ausgestattet mit einer Fülle von Perkussionsinstrumenten (...) Dabei gehen die Musiker mit analytischer Exaktheit vor, machen sich, selbstvergessen jeder für sich und ohne Blickkontakt zum anderen, an den Instrumenten zu schaffen, riskieren keinen noch so kleinen Ausrutscher in halsbrecherischen Takten. Tamtams, Schalengongs und kratzig reibende Effekte mit Bassbögen auf Becken klären beruhigend für die einsetzende Bandeinspielung. Anschließende aggressive Schläge auf die sechs großen Tommeln kündigen den Bau einer monströsen Klankathedrale durch rhythmisch ausgefeilte Percussions an, in der mehrstimmige, Chöre, ja religiöse Gebetsgesänge buddhistischer Machart zu erahnen sind.
Künstlerischer Leiter Jean-Paul Bernard
Musiker Claude Ferrier, Bernard Lesage, Keiko Nakamura, François Papirer, Olaf Tzschoppe
Ton Yves Kaiser





