La La La Human Steps

22.01.-26.01.2011 | Tanz

La La La Human Steps

4 Bilder , 4 Kritiken

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Pressestimme

"Ganz bewusst wendet Édouard Lock das Bild der überirdischen, übermenschlichen Ballerina, der jede Schönheit ohne Anstrengung gelingt, ins Überzüchtete, Überdrehte, auch Überkontrollierte. [...] Und das ist es dann auch, was als Eindruck von diesem Abend haften bleibt: dass Édouard Lock, wie kein Zweiter, seinen eigenen Ausgangspunkt, den klassischen Tanz, nicht mehr nur fragmentarisiert und zur Disposition stellt, sondern durch überzüchtete Virtuosität gnadenlos zersetzt - und dabei, wie stets, allerhöchste Tanzkunst betreibt."

DeutschlandFunk 22.01.2011

"In dem am Freitagabend deutschlandweit erstaufgeführten "New Work" des Choreographen Édouard Lock kommen nur wenige Bewegungen vor, die mit den Augen vollständig nachvollziehbar sind. Wer also morgen, zur letzten Hellerauer Aufführung, auf den Hügel fährt, dem passiert vermutlich folgendes: Betreten des Hauses (Drängeln, ausverkauft). Sitzplatzkämpfe. [...] Dann Einatmen. Fast Forward. Ausatmen. Begeisterter Jubel. [...] Wie betäubt den Saal verlassen..."

Musik in Dresden 22.01.2011

"Die Ballerinas stellen die Männer in den Schatten, indem sie wie aufgezogen um sich selbst kreiseln. Zwei jeweils im Lendenwirbel-und im Brustwirbelbereich angebrachte Trafos scheinen ihre Gliedmaßen aberwitzig zu beschleunigen, die Arme wedelnd, winkend und fuchtelnd heraus - und die Beine in die Höhe zu schleudern, die Füße in ein Dauerzittern zu versetzen, das jedem Kolibri zur Ehre gereichte."

Süddeutsche Zeitung 24.01.2011

"Édouard Lock ist der Meister des Hochgeschwindigkeitstanzes. Frauen in schwarzen, korsettartigen Anzügen, Männer mit schlichter Hose oder im Anzug vollführen messerscharfe, Schwindel erregende Bewegungsabläufe. Es ist ein infernalisches Flattern und Zappeln, Trippeln und Schleudern der Glieder. [...] Die Liebesgeschichten auf der karg beleuchteten Bühne werden von Misstrauen und Angst begleitet. Verzweifelte Highspeed-Pas de Deux treiben die fantastischen Tänzer zueinander hin, voneinander fort.[...] Erst am Ende fällt Licht in den gesamten Bühnenraum, stellen sich die Tänzer eines beeindruckenden Abends dem Licht und dem begeisterten Applaus."

Sächsische Zeitung 24.01.2011