Festspielhaus Hellerau

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TONLAGEN 2014

Informationen

Ticketaktion

Wer beide Veranstaltungen dieses Abends besucht, bekommt das Ticket für die erste Vorstellung zum halben Preis.
Zuvor an diesem Abend: ToysNoiseVirus
*Nur im Besucherservice, der VVK-Stelle der Musikfestspiele und an der AK möglich.

Vergangene Termine

  • Fr 24.10.14 20:00

Konzerte

GogoJ / Fujui Wang / GayBird / Senyawa

Mega Cities, Mega Sounds

Die Welt ist zwar bekanntlich mittlerweile ein Dorf und dennoch gibt es in den Metropolen Ostasiens musikalische Entwicklungen, die ungewöhnlich, eigenwillig und absolut hörenswert, aber bisher unterhalb des Radars der globalen Musikscouts geblieben sind. TONLAGEN stellt einige der aufregendsten Musiker aus Hongkong, Yogyakarta, Taipeh und Peking an einem Abend vor.


20 Uhr GogoJ (China) – Ruins Face | Audiovisuelles Konzert

Verlassene Gebäude sind tote Gebäude. Doch ähnlich wie verstorbene Menschen schwinden sie nur zögernd aus der Erinnerung. In ihrer aktuellen Arbeit verknüpft GogoJ akustische und elektrische Violinenklänge mit Elektronik und Video-Aufnahmen. Letztere stammen aus einem verfallenen Gebäude in Zhu Jia Jiao, Shanghai. Es heißt, der Bau sei für den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin errichtet worden, nach dessen Weggang verfiel er zur Ruine.
GogoJ aka Sheng Jie aus Peking ist Audio- und Video-Künstlerin. Ihre Arbeit basiert auf der paradoxen Beziehung zwischen High Tech und Low Tech und bezieht verschiedenste Darstellungsformen ein. Ihre Werke reichen von Visuals und Klangkunst über Live-Videokunst bis experimental noise, Installation und Performance.


21 Uhr GayBird (China) – CouCou on Mars | Musikperformance

GayBird: Komposition, Künstlerische Leitung, Performance
Thomas Ip: Programmierung, Videodesign, Electronic Engineering
Invisible Lab: Videodesign
Allen Fung: Lichtdesign
Anson Chan: Performer

GayBird zählt zu den kreativsten Köpfen einer jungen chinesischen Komponistengeneration, die mit Vorliebe zwischen alternativer Kultur und zeitgenössischer Musik Brücken schlägt. Er experimentiert mit performativen Ansätzen, die elektronische Musik zu einem sinnlich erfahrbaren Hör- und Seherlebnis transformieren. In seiner jüngsten Arbeit CouCou on Mars verknüpft er selbstentworfene und weiterentwickelte Instrumente wie Dancing Compass, Meteorite Reflector, Signal Pipe oder Crescent Antenna mit den Erkenntnissen neuester elektronischer Klangtechnologie. Entstanden ist dabei ein außerordentlich phantasievolles Kunstwerk visualisierter Musik.


22 Uhr Fujui Wang (Taiwan) – Hyper Transmission | Audiovisuelles Konzert

Fujui Wangs neueste Arbeit Hyper Transmission ist eine Synthese aus Klanglandschaft und visueller Besinnlichkeit, die einen unsichtbaren Leerraum mit einem stillen Schimmer überzieht. Durch kinetische, hypersonische Lautsprecher, die den Klang nicht streuen, sondern bündeln, gelangen schmale Audiobalken in die Ohren des Publikums – wie Laser, die zwischen Spiegeln gebrochen werden. Jegliche Klangwellen von Geräuschen werden in Echtzeit aufgefangen und als statische Bilder vor den Besucheraugen verstärkt.
Der Klangkünstler Fujui Wang aus Taiwan zählt zu den Pionieren der Sound Art und interaktiven Kunst. Als Kurator des Digital Art Festival Taipei sowie des TransSonic Sound Art Festivals und als Leiter des Trans-Sonic Lab des Center for Art and Technology der Taipei National University of the Arts trägt er entscheidend dazu bei, Klangkunst als neues Genre in der taiwanesischen Kunstlandschaft zu etablieren.


23 Uhr Senyawa (Indonesien) – Calling the New Gods | Konzert

Wukir Suryadi: Bambusspeer, Indonesische Drehorgel
Rully Shabara: Gesang

Noise Punk meets Gamelan: Das Duo Senyawa erforscht die unterschiedlichen musikalischen Traditionen Indonesiens, deren Spannbreite von den Vokaltechniken der Aceh im Nordwesten Sumatras bis zu den Trance-Tanz-Rhythmen des javanischen Jathilan reichen. Der Sound von Rully Shabaras Gesang mit extended-voice-Techniken und das entfesselte Spiel des Instrumentenbauers Wukir Suryadi verschmelzen zu einem faszinierenden, manchmal verstörenden, in jedem Fall höchst eigenständigen und ungewöhnlichen Stil. Im Mittelpunkt steht das Bambuwukir, ein von Wukir Suryadi gebauter Bambusspeer, der aus einem dicken Stamm mit Metallsaiten und Bambushaut besteht und an einen Verzerrer angeschlossen ist. Kulturelles Erbe und Avantgarde-Einflüsse gehen bei Senyawa eine perfekte Symbiose ein.

Ruins Face von GogoJ wird gefördert von der Botschaft der Volksrepublik China.
CouCou on Mars ist eine Produktion von orleanlaiproject, gefördert durch Auswärtiges Amt und Goethe-Institut sowie Leisure & Cultural Services Department Hongkong.
Hyper Transmission von Fujui Wang wird gefördert vom Kulturministerium und Außenministerium der Republik China (Taiwan).
Calling the New Gods von Senyawa wird geördert durch das Auswärtige Amt und Goethe-Institut.


In Kooperation mit DAVE, Dresden Audio Visual Experience.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden