Festspielhaus Hellerau

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TonLagen 2011

Vergangene Termine

  • So 02.10.11 20:00

Les Fleurs du Mal

piano possibile

Der Sound von piano possibile begegnet der düsteren Stimmung und der morbiden Sprache von Charles Baudelaires berühmten Gedichtzyklus Die Blumen des Bösen. Vokalklang, computergenerierte Musik, Live-Elektronik und eigens neu definierte Instrumente fügen sich zu einer aktuellen Klangsprache, frei von Spinnweben und Elfenbeingebilden. Ein ideales Werk für das Münchner Ensemble piano possibile, das in seinen Konzerten und Performances immer Verbindungen zwischen der sogenannten Hoch- und der Popularkultur aufspürt und die zeitgenössische ernste Musik aus dem Korsett der Spezialisierungen zu befreien sucht.

"Les Fleurs du Mal ist eine einstündige Kantate für eine (herrliche) Sängerin - Mafalda de Lemos -, einen Vokalakrobaten (Sascha Friedl), ein paar beherzten Musikern von piano possibile und viel Elektronik. Schedls extrem vielfältige, zwischen Lärm und Lyrik, zwischen grinsenden Zitaten (eine Arie, eine Arie!) und nie gehörten Klangwelten pendelnde Musik besitzt vor allem eine akustische Struktur. dadurch ist sie, bei aller Wucht, stets gefährdet, muss immer präsent bleiben, kein Ausruhen, keine Wiederholung ist möglich. Völlig offen, voller Mut vertont Schedl Baudelaires Gehalt, nicht die Worte. Dadurch entsteht eine fragile Apokalypse, und ja, kaum zu glauben, ein Schock. Toll."

- Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung

Dresdner Neueste Nachrichten / 04.10.2011

[...] Klaus Schedl hat insgesamt sieben Gedichte Baudelaires vertont und diese Musik in die Hände des von ihm 1993 gegründeten Ensembles piano possibile gegeben. Damit standen ihm kundige Instrumentalisten zur Verfügung, die weder Komplexität noch Innovation scheuen [...].

Ein Liedzyklus von Klaus Schedl
nach Texten von Charles Baudelaire
Uraufführung der neuen Fassung

Europäisches Zentrum der Künste Dresden