Festspielhaus Hellerau

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street culture @ hellerau

Vergangene Termine

  • Do 27.06.13 ab 18:00

FILM

Lange Street-Culture-Kino-Nacht

Von Wild Style bis zu Exit Through the Gift Shop – diese Filme sind Kult und ein wahres Kinovergnügen. Die von HELLERAU im Januar erfolgreich gestartete Kooperation mit dem Thalia Kino Dresden wird im Rahmen von Street Culture@Hellerau intensiviert und fortgesetzt. Die Lange Street-Culture-Kino-Nacht zeigt bekannte und weniger bekannte Street-Dance-Filme. Bereits im Vorfeld des Festivals sind dort regelmäßig Dokumentationen und Spielfilme von Kommerz bis Experimentalfilm zu sehen.

18:00 Uhr - Here we come von Nico Raschick (2006)

20:00 Uhr - Alter Ego von Daniel Thouw in Anwesenheit des Regisseurs(2012);

22:00 Uhr - Exit through the Giftshop von Banksy (2010)

24:00 Uhr - Late Night Surprise


Here we come
Dokumentarfilm von Nico Raschick
BRD 2006 Länge: 88 min.

Du glaubst, Du weißt alles über die DDR? Hier kommt eine Generation, die bisher nicht gefragt wurde! Breakdance ist ihre Heimat, Hip Hop ihr Leben. Trotz Staatspolizei, Diktatur und Sozialismus machen sie ihren eigenen Weg. Sie treffen sich auf Straßenkreuzungen, schneidern sich Ihre Trainingsanzüge selber und tragen ihr Graffitti mit dem Pinsel auf. Die Bewegungen haben sie sich aus Film und Fernsehen abgeschaut, geübt wird vor dem Spiegel oder auf der Straße. Die Crews treten in Wettkämpfen gegeneinander an. Erst von allen verurteilt und ausgegrenzt, entwickelt sich Breakdance zu einer wichtigen Jugendkultur in der ehemaligen DDR. Here we come erzählt diese Geschichte und was bis heute davon überlebt hat. Nico Raschick: "Die Welle von Ostalgieverdummung in Fernsehen und Kino haben versteckt, was die Achtziger-Jahre-Jugend in der DDR wirklich bewegt hat. Am deutlichsten fand ich das damalige Lebensgefühl der Zeit im Breakdance wieder, einer westlichen Kultur. Viele hatten mich gefragt: "Breakdance in der DDR, gab's das denn?" Die Jungs haben sich eine eigene Szene geschaffen, die es gegen alle Widerstände von der Straße auf die größten Bühnen der DDR geschafft hat. Vor allem freue ich mich aber über die begeisterten Mails von Leuten aus fernen Ländern wie Amerika, China oder Leuten, die bisher weder mit der DDR der Achtziger, noch mit Breakdance etwas zu tun hatten."

Here we come ist der Diplomfilm von Nico Raschick an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Hier zum Trailer


Alter Ego
Regie: Daniel Thouw
Länge: 63 min.

Tags, Throw-Ups und Pieces sind ein Teil jeder größeren Stadt in der heutigen Zeit und mehr oder weniger Teil unseres täglichen Lebens. Auch wenn man es manchmal nicht komplett wahrnimmt, kann man Graffiti kaum noch ausweichen - es ist so präsent, wie die Schilder auf der Straße. Alter Ego - a worldwide Documentary about Graffitiwriting nimmt uns in neun Großstädte mit und gibt einen Einblick in das Leben einiger passionierter Writer, die den schmalen Grat zwischen Kreativität und Zerstörung, Kunst und Vandalismus entlang wandern. Sie beschreiben ihre Motivation, die sie immer wieder auf die Straße treibt, zeigen ihre Arbeiten und erklären ihren persönlichen Background, - was aus ihrer Sicht Graffiti ist und was es ihnen bedeutet. 

Die Kamera folgt ihnen dabei an Orte, die ein Normalbürger niemals sehen würde - das Künsteratelier, die private Wohnung oder auch die nächtliche Mission - in Situationen, die eigentlich nur den engsten Vertrauten vorbehalten sind. Die meisten der gezeigten Künstler verfolgen eine professionelle Karriere, vielleicht auch als Künstler, vielleicht als Designer oder aber auch in einem komplett anderen Berufsfeld, das nicht mit Kreativität verwandt ist. Sie kommen aus den verschiedensten sozialen Umfeldern, unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, haben alle aber eines gemeinsam: die Liebe für ihr kreatives Schaffen und alles, was diese Lebensweise mit sich bringt. 

Mit dabei sind einige der momentan bekannstesten Writer aus aller Welt, wie z. B. Daim, Smash137, Askew, Caligula, Ewok, Just, Herbert Baglione, Krush, Revok, Saber, T-Kid und noch einige andere.

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Exit through the gift shop
Regie: Banksy
Länge: 87 min.

Banksy ist ein Phantom. Obwohl seine Kunst Fassaden und Mauern auf der ganzen Welt ziert, weiß niemand, wer hinter dem gefeierten Street Art Künstler eigentlich steckt. Bis sich ein verrückter Franzose und selbsternannter Dokumentarfilmer namens Thierry Guetta zum Ziel gesetzt hat, Banksy aufzuspüren. Was ihm durch gute Kontakte und ein bisschen Zufall sogar gelingt. Aber dann kommt alles anders als geplant: Banksy dreht den Spieß um und richtet die Kamera auf Guetta. Der wiederum startet nun selbst eine überraschende Karriere als Künstler. "Ich wollte einen Film machen, der für Street Art das bewirkt, was Karate Kid für den Kampfsport bewirkt hat - einen Film, der jedes Schulkind dazu bewegen würde, eine Spraydose in die Hand zu nehmen und los zu legen. Aber wie sich herausstellt, haben wir einen Film gemacht, der für Street Art so viel getan hat, wie der Der weiße Hai für den Wassersport." (Banksy) Das Ergebnis ist einer der spannendsten Dokumentarfilme der letzten Jahre. Geschickt spielt das Regiedebüt Banksys mit grundlegenden Fragen nach der Realität im Dokumentarfilm und den Unterschied von Kunst und Inszenierung. Eine wahre (?) Geschichte über Kleinkriminalität, Freundschaft und Inkompetenz.

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Ort: Thalia Kino, Görlitzer Straße 6

Tickets nur im Thalia Kino!

Europäisches Zentrum der Künste Dresden