Festspielhaus Hellerau

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LINIE 08

Vergangene Termine

  • Fr 04.10.13 20:00
  • Sa 05.10.13 21:30

Teresa Fröbel/ Valentina Cabro

KRAFT

Die Choreografien von Valentina Cabro und Teresa Fröbel zeigen die Individualität und Kollektivität des Menschen, seine Verletzlichkeiten, Sehnsüchte und persönlichen Verwurzelungen als eine potentielle Kraftquelle. Die Kontinuitäten des Lebens, die aus Fäden der scheinbaren Deformation und Verfestigung bestehen, verweisen auf positive und schöne Vernetzungen einer alltäglichen Realität. Die scheinbaren Schwachstellen des Privaten werden zu einer kraftvollen Möglichkeit des Neuen. Suche und finde Deine Perspektive und lass Utopie lebendig werden!

Teresa Fröbel
Wunderland

Stürz dich von der Bettkante - stell dich auf den Kopf.
Der Alltag des menschlichen Seins - trostlos und eng?
Teresa Fröbel betrachtet diese alltäglichen Bilder im Detail und zaubert so eine kleinteilige kaleidoskopartige Schönheit hervor. Es ist nur eine Frage der Perspektive - jede Deformation trägt in ihrer Wiederholung auch eine Ästhetik in sich. Ein kraftvolles Bild, das Potenzial zur individuellen Wandlung hat.

Choreografie/Tanz: Teresa Fröbel
Video: Thilo Fröbel
Dauer: ca. 35 min




Valentina Cabro
Refugium

Menschen zwischen 8 und 80 Jahren erforschen das Thema Refugium. Professionelle Tänzer und Laien gehen in körperlich laboratorische Nähe, Verdichtung und Distanz und erschaffen mit ihren Körpern räumliche und seelische Orte der Kraft und Sammlung. Rotierende Schwarmkompositionen, flächige choreografische Gebilde reiner Antriebsaktionen und poetisch stille Bewegungsbilder komponieren einen kollektiven Raum menschlicher Sich Erkennung. Die Herausforderung des Persönlichen und die eigene Lebensgeschichte im Kontext von Gemeinschaft und Gesellschaft provozieren physische Begegnung mit dem eigenen Körper und dem des anderen.
Wie sehr kann Begegnung „refugisch“ werden? Oder ist sie es bereits und möchte lediglich erkannt und angenommen werden? Buntheit, Vielfalt als auch Einförmigkeit werden relevant oder fallen später von Körper und Seele ab. Ein Wechselbad bizarrer und alltäglicher Szenarien sowie räumlicher und emotionaler Entleerung und Fülle gestalten das Bühnen-, Klang- und Bewegungsbild. Kompression und Ausdehnung spannen die Inszenierung in einen Hochseilakt menschlicher Aufrichtigkeit, Würde und Materialisierung ihrer refugischen Potentialität.

Choreografie: Valentina Cabro
Choreografische Assistenz: Ka Dietze, Liron Noa Dinovitz
Musik und Performance: Winterberg/TOKAMAK REAKTOR
Dauer: ca. 50 min.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden