Festspielhaus Hellerau

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TONLAGEN 2014

Klanginstallationen

Hans von Koolwijk – Sound as Matter
Der Niederländer Hans van Koolwijk untersucht in seinen Instrumentalskulpturen die Grundlagen von Klangerzeugung. „Klang ist Materie“, sagt er. „Ich arbeite mit Klang so, wie ein Bildhauer mit Stein oder Lehm arbeitet.“
Im Festspielhaus zu sehen und hören sind seine Installation Bellen, in der Glocken eine Vielzahl an Klangvariationen hervorrufen, und seine Bambusflöten-Skulptur Bassen, deren geringfügig verschobene Tonhöhen eine Vielzahl von Beats entstehen lassen. Ebenfalls dabei: die kreischende, quietschende, jaulende Glissando-Maschine.

Jan Heinke – Stabgong
Der Stabgong besteht aus neun massiven Bronzestäben, die über Saiten verschiedener Längen und Dicken mit zwei Plattenresonatoren akustisch gekoppelt sind. Je nach Platzierung und Härte des Anschlags entstehen pro Stab und Saite unterschiedliche Tonhöhen und komplexe Klangspektren, die sich durch manuelle Veränderung der Saitenspannung weiter zu glissandierenden Verläufen variieren lassen.

Jean-François Laporte – Qi (Transparency Shadows)
Schwebende Blasinstrumente aus transparenten Röhren bilden eine Licht-Klang-Installation, die der franko-kanadische Instrumentenbauer und Musiker Jean-François Laporte speziell für TONLAGEN entwickelt.
Gefördert durch die Vertretung der Regierung von Québec in Berlin

Martin Messier – Sewing Machine Orchestra
Der kanadische Sound-Performance-Künstler Martin Messier funktioniert alte Singer-Nähmaschinen aus den 1940er Jahren zu Instrumenten um. Mit Mikro-Kontakten und Computerprozessoren verstärkt er das Rattern, Ratschen und Klicken der Maschinen und gibt diesen Überlebenden des Industriezeitalters eine Stimme.
Gefördert durch die Vertretung der Regierung von Québec in Berlin

Ole Hamre / Jan Heinke – Hausmusik
Jan Heinke und Ole Hamre lassen die Illusion einer Stadtklangkulisse mit lokal vertrauten Ereignissen entstehen. Das akustische Eigenleben des Festspielhausgeländes bildet dabei die Grundlage für die Soundskulptur, die während TONLAGEN auf dem Vorplatz zu hören sein wird.

Mercan Dede – Dream Waves
featuring Deniz Güngör

Die Installationen sind während des gesamten Festivals täglich geöffnet, jeweils ab zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden