Festspielhaus Hellerau

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GARDENIA

Vergangene Termine

  • Fr 10.02.12 20.00
  • Sa 11.02.12 20:00

Belgien

ALAIN PLATEL

GARDENIA

Willkommen zur letzten Show! Sieben unauffällige ältere Herren betreten die Bühne. Dann beginnt langsam die Verwandlung des Ensembles: Glitzerroben, Fummel, Abendkleider, Seidenstrümpfe werden angelegt, Herrenschuhe durch hochhackige Pumps ersetzt. Perücken und Make-up vollenden die verblüffende Transformation: Augen und Lippen leuchten, schimmern, glühen.

Zusammen mit dem Musik-Regisseur Frank van Laecke, der transsexuellen Schauspielerin Vanessa van Durme, sieben Travestiekünstlern zwischen 60 und 70 Jahren und einem jungen Tänzer knüpft der belgische Choreograf Alain Platel an eine wahre Geschichte an: die Schließung eines Travestietheaters in Barcelona. Eine theatralische Performance über Hoffnung, geschätzte oder eben verlorene Illusionen.

Sächsische Zeitung / 14.02.2012

Wie staunt man und wäre auch gern verwandelt. Selbst die bestürzende Szene vor dem Finale, als der einzige Tänzer des Ensembles ein schönes Leben für seine Nächsten verlangt und daran leidet wie ein Hund, vermag den Zauber des Äußerlichen kaum zu brechen. Das Publikum in Hellerau klatscht Beifall, jubelt und trampelt.

Dresdner Neueste Nachrichten / 13.02.2012

Das neuerliche Gastspiel des belgischen Choreografen Alain Platel mit seinem "les ballets C de la B" aus Brüssel im Festspielhaus Hellerau - am Wochenende mit zwei Aufführungen der jüngsten Produktion "Gardenia" - überrascht in jeglicher Weise. So klar strukturiert, konsequent in durchkomponierter Erzählweise sowie mit feinsten Nuancierungen ist er bislang hierzulande kaum zu erfahren gewesen. [...] Eine der berührendsten Szenen des Abends ist, wie der junge, männlich-kraftvolle Tänzer - ein Juwel der Gesellschaft - mit seinem Schicksal hadert. Den erhofften Trost findet er zwar, kann ihn aber nicht in Gänze auskosten. Und die gegensätzlichen Pole, die leidenschaftlichen, verletzlichen Konfrontationen lassen das wie auch immer geartete Paar aneinander verzweifeln. Es geht nicht mit und es geht nicht ohne. Eine Tanz-Metapher, wie man sie kennt von Platel. Aber kaum in solcher Intensität.

Eine Produktion von Les Ballets C de la B in Koproduktion mit NTGent, La rose des vents** (Villeneuve d’Ascq), TorinoDanza, Biennale de la danse de Lyon, Tanz im August (Berlin), Théâtre National de Chaillot (Paris), Brighton Festival, Centro Cultural Vila Flor Guimarães und La Bâtie-Festival de Genève.

Dauer: 105 Minuten

Europäisches Zentrum der Künste Dresden