Festspielhaus Hellerau

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TonLagen 2011

Vergangene Termine

  • Do 06.10.11 20:00
  • Fr 07.10.11 20:00

Uraufführung

Daniel Smutny

Ferne Nähe

Wohin mit den überschüssigen Gefühlen, wenn das eigene Leben rundum fremdverwaltet wird? Wie umgehen mit dem existentiellen Pathos der eigenen Empfindungen, wenn sie eigentlich nur noch als vegetative Erregung oder in Form von Zynismen geduldet werden?
Daniel Smutny, einer der interessantesten jungen Komponisten in Deutschland, macht diese Fragen zum Thema seiner ersten Oper. Gemeinsam mit dem Librettisten Constantin von Castenstein hat er einen Stoff entwickelt, der acht Menschen, dargestellt von vier Sängern und vier Tänzern, in der Chill-Out-Lounge eines Finanzkonzerns mit ihren unerfüllten und unerfüllbaren Sehnsüchten ringen lässt. Die Instrumentalbesetzung mit einem Schubert-Oktett verweist in eine Epoche der hochgespannten Emotionen und auf die große kammermusikalische Tradition der Romantik, die Daniel Smutny auch musiksprachlich als Ausgangsmaterial seiner Komposition dient.

Sächsische Zeitung / 08.10.2011

Sehr, sehr sinnliches Musiktheater hat Smutny hier aus romantischen Fragmenten und stilistischen Anspielungen zusammengestückelt. "Ferne Nähe" badet in saftigen Akkroden und eingangigen Kantilenen, sie setzt sich mit musikalischen Prägungen in Beziehung und verleugnet ihre Vorbilder Beethoven und Schubert an keiner Stelle.
[...]
Locker-flockig kommt die Schaumstoff-Poolorgie der beiden Ausstatter Alexander Polzin und Nicola Minssen daher, und bietet, weil geräuschlos, vielfältige Bespielungsmöglichkeiten an [...].

Komposition Daniel Smutny
Libretto Constantin von Castenstein

Inszenierung Sommer Ulrickson
Ausstattung Alexander Polzin/Nicola Minssen
Musikalische Leitung Titus Engel

Mit Olivia Stahn, Catrin Kirchner, Gunnar Brandt-Sigurdsson, Herman Wallén, Anna-Luise Recke, Maya Lipsker, Florian Bilbao, Ricardo de Paula, Courage - Dresdner Ensemble für Zeitgenössische Musik

Kammeroper für vier Sänger, Darsteller, Schubert-Oktett und Fender-Rhodes-Accompagnato (2010/11)
Auftragswerk von HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden.

Dauer: 80 min

Europäisches Zentrum der Künste Dresden