Festspielhaus Hellerau

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Battleground

Informationen

Eine Produktion von Fou Glorieux in Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Usine C Montreal, Festival TransAmériques Montreal, National Arts Centre Ottawa, tanzhaus nrw Düsseldorf und Centquatre Paris.

Vergangene Termine

  • Fr 19.02.16 20:00
  • Sa 20.02.16 20:00

Tanz 60 Min.

Louise Lecavalier (CAN)

Battleground

Sie besitzt Kultstatus und gilt weltweit als Ikone des zeitgenössischen Tanzes: Die kanadische Ausnahmetänzerin Louise Lecavalier wurde als Protagonistin in den Stücken der legendären Kompanie La La La Human Steps des Choreografen Édouard Lock gefeiert. 2006 gründete sie ihre eigene Kompanie namens Fou Glorieux. Ihre Choreografie So Blue wurde 2013 in HELLERAU begeistert aufgenommen. Lecavaliers neue Arbeit Battleground ist inspiriert von Italo Calvinos Erzählung Der Ritter, den es nicht gab und bewegt sich in einem Universum aus spontanem, rohen, animalischen Tanz gemischt mit Phantasie und Humor. Calvinos Figur, der Ritter Agilulf, ist perfekt, humorlos und pedantisch – mit einem Makel: Seine Rüstung ist eine leere Hülle, zwar mit Stimme und Seele, aber körperlos. Die Inkarnation dieser und anderer Figuren wie Marilyn Monroe, Charlie Chaplin oder Woolfs Orlando, die für Lecavalier „gleichzeitig leer und vollkommen sind“, faszinieren sie und eröffnen ihr unzählige Bewegungsmöglichkeiten. Schwerelosigkeit, Mechanik, Vibration, Balance und Trance sind Inspirationsquelle für Soli und Duette, begleitet von einer Klanglandschaft zwischen Ambient, Elektronik und Perkussion. In Battleground begibt sich Lecavalier auf eine surrealistische Suche, die das Rätsel des eingehüllten Körpers in einem kuriosen unstabilen Tanz aufspürt und unterschiedliche Auffassungen von Identität hinterfragt. Naiv und unbeirrbar.

RP Online / 15.02.2016

"Mit enormer Artistik und irrem Tempo zieht die Kanadierin Louise Lecavalier in "Battleground" in die Schlacht. Jubel bei der Uraufführung."

"In einer der verblüffendsten Szenen bewegen sich die Tänzer mit den Beinen nach oben vor der Wand am Bühnenende, ihre Existenz scheint auf den Kopf gestellt wie ihre Köper. Am Ende scheinen sie so etwas wie friedliches Miteinander zu finden, aber wenn sie sich auf dem Boden drehen, ist der andere doch mehr ein Hindernis. Schließlich umschließt sie die Dunkelheit. Der begeisterte Jubel im ausverkauften Haus galt sowohl dem Stück als auch der Tänzerin, die zu den ganz Großen gehört."

Europäisches Zentrum der Künste Dresden