Festspielhaus Hellerau

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LINIE 08

Vergangene Termine

  • Fr 05.04.13 21:30
  • Sa 06.04.13 21:30

Martina Morasso / Jule Oeft / Michael Zschech

BASIC NEED

Laut der Maslowschen Bedürfnispyramide hat jeder Mensch körperliche Grundbedürfnisse (z. B. Wasser), Sicherheits- und soziale Bedürfnisse (z. B. Exsistenzsicherheit und Selbstverwirklichung durch Arbeit und Anerkennung seiner eigener Kompetenzen) sowie das individuelle Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Was wird aus dem Menschen, wenn so ein BASIC NEED unerfüllt bleibt? Der Abend stellt diese Frage aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: die organische Poesie des Wassers, das zerstückelte Portrait eines Sozialempfängers jenseits jedes Wohlstandes und die Person zwischen Licht und Schatten.


Martina Morasso
La musica dei poveri

Choreografie/Tanz/Konzept: Martina Morasso
Musik: aus “La musica dei poveri” von Mercanti di Liquore (I)

Die Musik der Armen reflektiert die soziale und psychologische Situation von Sozialhilfe-Empfängern. Das Stück hat eine persönliche biografische. Es ist inspiriert von Bildern Bernd Lasdins Jenseits des Wohlstands. Portraits von Sozialempfängern und wird gegen jede Illusion eines Unterhaltungsprogramms gestaltet. An einem öffentlichen Ort des Theaters, nicht auf der Bühne. Die Zuschauer stehen. Wie viel braucht ein arbeitsloser Bürger, um seine Würde zu bewahren, ein Leben im Einklang mit den eigenen Interessen zu führen, um sich selbst zu entwickeln und nicht am Rande der Armut zu stehen? Jeder Zuschauer ist eingeladen, seine eigene Antwort zu formulieren.

Vita Martina Morasso, in Genua (I) geboren, hat neben ihrer Bühnentanz-Ausbildung in Köln Theaterwissenschaften an der Universität Genua und Choreografie an der Palucca Schule Dresden studiert. Ihre Arbeit ist geprägt durch großes Interesse am Zusammenwirken von Tun und Theorie der Theaterpraxis. Seit 1996 an unterschiedlichen deutschen Bühnen tänzerisch und choreografisch tätig, ist sie jetzt intensiv innerhalb TanzNetzDresden aktiv und als Bewegungslehre-Dozentin in italienischen Gesundheitsinstitutionen nachgefragt.

Jule Oeft
Aqua- h2o

Eine tänzerische Phänomenologie des Wassers, ein poetisches Porträt. Wasser ist in der Atmosphäre, im Gestein, im Boden, in Lebewesen, in Meer und Flüssen und Seen. Es zirkuliert in vielgestaltigen Formen, in unterschiedlicher Dynamik und verschiedenen Zeitabläufen.
AQUA – h2o ist eine tänzerische Phänomenologie, ein poetisches Porträt des Wassers, dabei stellt sich auch die Frage: „Was passiert, wenn keins vorhanden ist?“

Choreografie: Jule Oeft
Tanz: Wiebke Bickhardt, Vera Ilona Stierli, Seraphin Detscher
Musik: Christof Paul

Jule Oeft studierte zeitgenössischen Tanz an der HfMT in Köln und ist seit 2011 freischaffend in Köln, Berlin und Dresden tätig. Seitdem hat sie unteranderem eigene Stücke entwickelt und mit Künstlern verschiedener Genre zusammen gearbeitet. Als junge Tänzerin und Choreografin ist sie immer auf der Suche nach neuen Inspirationen und Umsetzungen.

Michael Zschech
HALB LEER HALB VOLL
Performance 30 min

Michael Zschech (tanz)

Hartmut Dorschner (sax)

special guest: Arystan Petzold (beat)

Ein Körper begegnet einem Saxophon. Im Zusammen-Spiel berühren sie die Wurzel, wo Musik, Worte, Tanz, Stimme und Gesicht eins sind... Es gibt die Tradition einen Vogel aus dem Käfig fliegen zu lassen, damit die eigene Seele befreit wird...

Michael Zschech arbeitete 
1996 bis 1998 mit dem Tanztheater DEREVO
, danach als Filmemacher und Yogalehrer. Zu seinen Performances zählen 
DUMMY (2009) 
DIE KNOSPE WIRD DIE ROSE (2011)
 HALB LEER HALB VOLL (2011) mit Hartmut Dorschner
 SCHLUCK AUF - FATRASIEN!!! (2011) mit Josefine Schönbrodt
 DIE TRÄNE DES ORANGENBAUMES (2013) mit Axel Kabbe und Arystan Petzold

Europäisches Zentrum der Künste Dresden